Revidiertes Jagdgesetz unter Dach

KANTONSRAT ⋅ Der Kanton Luzern erhält künftig die Hälfte der Erträge aus dem Jagdpachtzins und der Jagdpassgebühren, die Gemeinden bekommen die andere Hälfte. Der Kantonsrat hat das totalrevidierte Jagdgesetz nach zweiter Lesung mit 111 zu 0 Stimmen beschlossen.
04. Dezember 2017, 14:24

Bislang hatte der Kanton nur einen Drittel dieser Zinsen erhalten. Mit seiner Forderung, den Kantonsanteil auf zwei Drittel zu erhöhen, war der Regierungsrat aber in der ersten Lesung gescheitert. Die neue hälftige Aufteilung zwischen Kanton und Gemeinden wurde vom Parlament in der zweiten Lesung vom Montag stillschweigend bestätigt.

Der Regierungsrat hatte den höheren Kantonsanteil damit begründet, dass sich die Aufgaben und die Koordinationsleistungen des Kantons vervielfacht hätten. Dabei geht es etwa um das Wildtiermanagement.

Diskutiert wurde in der zweiten Lesung nur ein Punkt. Dabei ging es um die Baujagd. Bei dieser dringt der Jagdhund in den Fuchsbau ein. Zur Bekämpfung der Fuchsräude solle lokal und temporär die Baujagd untersagt werden können, forderte Hasan Candan (SP). Mit dem Moratorium könne verhindert werden, dass der Jagdhund die Krankheit verbreite.

Urs Kunz (CVP) sagte, es sei wichtig, dass von der Krankheit befallene Füchse gejagt werden können. Der Jagdhund könne gegen die Fuchsräude geimpft oder behandelt werden. Ruedi Stöckli (SVP) bezeichnete die Baujagd als effizient und als sinnvoll gerade im Falle einer Seuche. Das Parlament lehnte den Antrag mit 93 zu 15 Stimmen ab. (sda)
 


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