«Schiff ahoi» hiess es beim Fraktionsausflug der FDP

LUZERN ⋅ Bei den Freisinnigen drehte sich beim jährlichen Fraktionsausflug vieles um das Thema Schiff. Besonders beeindruckt zeigten sich die rund 50 Parteimitglieder von den technischen Finessen bei der Shiptec AG.
12. September 2017, 21:43

Nachdem die Luzerner Kantonsräte und die Regierung am Dienstagvormittag noch eifrig das Budget diskutiert hatten, folgte am Nachmittag der vergnügliche Teil: die Fraktionsausflüge.

Die Fraktion der FDP entschied sich heuer für städtisches Terrain: Nach der Session trafen sich die Freisinnigen beim Regatta-Areal am Rotsee. Dort gab es für sie eine Führung und Infos zum Rudersport. Mit vollem Magen ging es später weiter zur Besichtigung der Schiffsbauerin Shiptec AG. Die Gruppe wurde durch die Luzerner Werft geführt: ein abwechslungsreiches Erlebnis für alle Sinne. In der ­Halle, wo Schiffmotoren repariert werden, roch es nach Öl; dort, wo Schreinerarbeiten gemacht werden, nach Holz. Und auf dem alten Dampfschiff Schiller fühlte man sich wie anno dazumal.

Franz Künzli, der als Projektleiter bei der kantonalen Dienststelle Immobilien arbeitet und wie viele weitere FDP-Parteimitglieder ebenfalls zum Ausflug eingeladen war, hat besonders eines imponiert: das Ausmass der Shiptec AG und damit alle Arbeiten, die nötig sind, um ein Schiff wieder auf Vordermann zu bringen. «Der neue Boden, der auf dem Nauen aktuell eingebaut wird, und wie das Schiff dann durch das Tor hinaus geleitet werden muss, bis es dann gewässert werden kann, das ist schon beeindruckend», sagt Künzli. Erstaunt hat ihn, dass Dampfschiffe kaum wirtschaftlich zu betreiben sind: «Ich habe nicht gewusst, dass Dampfschiffe so defizitär sind und von den Motorschiffen heute quersubventioniert werden.»

Kopf durchlüften nach Budget-Diskussion

Imponiert hat die Führung auch Kantonsrätin Heidi Scherer (Meggen): «Dass wir hier mitten in der Stadt so viel Wissen und Technologie in der Werft haben, ist sensationell», sagt sie. Den Nachmittag mit ihren Parteikollegen schätze sie, da sie so den Kopf etwas auslüften könne. «Das war dringend nötig nach der Budget-Diskussion.»

Nach der Shiptec-Besichtigung liefen die Fraktionsmitglieder zur Bäckerei Bachmann. Nach dem Rundgang im Betrieb lockte ein verdienter Apéro bei der Bäckerei. Den Abend liess die FDP – ganz getreu der bisherigen Linie – auf dem Schiff ausklingen. Dort wurde zu Abend gegessen und eine Rundfahrt genossen.

Martina Odermatt

martina.odermatt@luzernerzeitung.ch


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