Stadt Luzern bewilligt Public Viewings für Fussball-WM

LUZERN ⋅ Ab dem 14. Juni regiert König Fussball: In Russland wird der neue Weltmeister ausgemacht. Die Stadt Luzern hat bereits zwei Public-Viewings im öffentlichen Raum bewilligt. Weitere dürften folgen.
12. April 2018, 16:16

Kilian Küttel
kilian.kuettel@luzernerzeitung.ch

Der Countdown läuft: In etwas mehr als zwei Monaten wird die Fussballweltmeisterschaft in Russland eröffnet. Am 17. Juni tritt die Schweizer Nationalmannschaft zu ihrem ersten Gruppenspiel gegen Brasilien an. Dann wird für einmal nicht blau-weiss, sondern rot-weiss die dominante Farbkombination in den Strassen Luzerns sein.

Wer sich die Spiele nicht in der heimischen Stube ansehen will, kann das an mindestens zwei grösseren Public-Viewings tun. Wie die Stadt Luzern mitteilt, hat sie die Veranstaltung des Vereins Am Ball für Strassenkinder beim Platz vor der Ufschötti bewilligt. Ein weiteres Public-Viewing wird auf dem Lädeliplatz bei der Gewerbehalle im Babel-Quartier durchgeführt. «Ob noch weitere dazukommen, wird sich zeigen», sagt Mario Lütolf, Leiter der Abteilung Stadtraum und Veranstaltungen bei der Stadt Luzern.

Grossbildschirme und Fanmeilen werden die Fussballfans auch diesen Sommer im Stadtzentrum keine finden. Vom Schweizerhof bis zum Bundesplatz und in der Altstadt bis zur Spreuerbrücke gibt es auf öffentlichem Grund gemäss der Stadt kaum geeignete Standorte für grössere Public-Viewings. «Vor allem wenn man bedenkt, dass die WM einen ganzen Monat dauert», so Lütolf. Allerdings sieht der Stadtrat Ausnahmen für das OK des Luzerner Fests, das KKL und das Inseli vor. Im erweiterten öffentlichen Raum lässt die Stadt je Seeseite und Reussufer maximal drei Public-Viewings zu.

Fernseher müssen 30 Minuten nach Spielende verstummen

Jedoch wird es auch möglich sein, im nicht-öffentlichen Raum zusammen mit anderen mitfiebern zu können. So findet beispielsweise das bekannte private Public-Viewing des Hotels Schweizerhof sowie eines beim Eichwäldli statt. Als Organisator tritt der Verein Brache Eichwäldli auf. «Wir sind ein Team von 12 Personen, die mithelfen, den Anlass auf die Beine zu stellen», sagt Gina De Rosa, welche die Medienarbeit für den Verein übernimmt.

Die Anlage soll über 70 Sitzplätze verfügen. Weiter wird es eine Zone geben, in der die Fans auch aktiv Fussball spielen können. Zudem wird ein Barbetrieb geführt. Ziel des Nachbarschaftsvereins ist, das Quartier nachhaltig zu beleben: «Das Public-Viewing ist der Startanlass. Wenn wir die Bewilligung der Stadt erhalten, möchten wir einen langfristigen Quartiertreffpunkt schaffen», so De Rosa.

Ebenso steht es Restaurants- und Barbetreibern offen, ein Gesuch einzureichen, das ihnen erlaubt, Bildschirme zu installieren. Allerdings dürfen Trottoirs und öffentliche Räume nicht beansprucht werden. «Die Nachtruhe ist dabei zu berücksichtigen», so Lütolf.

Die Spiele der Nationalmannschaften werden frühestens um 12 Uhr mittags, spätestens um 20 Uhr abends angepfiffen. Heisst: Die Begegnungen werden spätestens gegen 23 Uhr zu Ende sein – auch wenn es zu einer Verlängerung oder zu einem Penaltyschiessen kommen sollte. Für die Veranstalter von Public-Viewings gilt: Fernseher, Beamer und Boxen dürfen deshalb bis maximal 30 Minuten nach Spielschluss laufen. Danach ist Schluss.


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