Carparkplatz sorgt für Ärger: Stadtrat will jetzt härter durchgreifen

BRÜELMOOS ⋅ Der Parkplatz beim Lido in Luzern sorgt für Ärger. Eine klare Trennung für Autos und Cars sollte Klarheit schaffen. Doch die Realität sieht nun anders aus. Deshalb wird nachgebessert und eine Hausordnung erstellt.
17. April 2018, 05:00

Der Parkplatz Brüelmoos in unmittelbarer Lidonähe hat bisher 12 Parkfelder für Cars geboten. Zu Spitzenzeiten parkierten dort jedoch über 40 Busse und benutzten dafür auch die Parkplätze für Personenwagen (PW) – sehr zum Ärger von Anwohnern und Parkplatzsuchenden.

Die Luzerner Polizei wurde vermehrt mit Klagen konfrontiert, konnte aber mangels Personal nicht gross eingreifen. Und auf politischer Ebene wurde namens der FDP-Fraktion die Interpellation «Wie weiter mit dem Carparkplatz im Brüelmoos?» diesen Februar eingereicht. Jetzt liegen die Antworten des Luzerner Stadtrates vor.

Stadt bedauert mangelnde Kommunikation

Die Stadt Luzern hat auf die Missstände reagiert und letzten Sommer eine klare Unterteilung des Parkplatzes veranlasst. Zusätzlich wurde für den hinteren Teil, der für das Parkieren von PW reserviert ist, ein Fahrverbot für Gesellschaftswagen erlassen und die Zufahrt mit einer Verengung kenntlich gemacht. Des Weiteren wurde ein zusätzlicher Parkplatz für Cars und einer für Kleinbusse geschaffen.

Über diese Massnahmen vom Luzerner Stadtrat wurden Quartierverein, Anwohner und das naheliegende Gewerbe jedoch nicht informiert und vor vollendete Tatsachen gestellt.

In seiner Antwort hält der Luzerner Stadtrat dazu fest, dass er die verpasste Kommunikation bedaure und sich dies im Nachhinein als Fehler erwiesen habe. Die zwei zusätzlichen Parkplätze seien aber für die angestrebte Trennung der Carparkplätze von den PW-Parkplätzen sinnvoll und würden zudem das Manövrieren im Bereich des Waschplatzes und der Fäkalentleerung verbessern.

Lido zählt nun 13 Carparkplätze

Dennoch: Die im letzten Sommer getroffenen Massnahmen haben nur bedingt Wirkung gezeigt und mussten in der Zwischenzeit bereits wieder angepasst werden. So wurde der zusätzliche Parkplatz für Kleinbusse wieder aufgehoben, damit die Cars besser manövrieren können. Der andere zusätzlich geschaffene Carparkplatz bleibe jedoch bestehen, hält der Stadtrat in seiner Antwort fest. Weitere seien nicht geplant. Damit sind heute total 13 Carparkplätze im Brüelmoos vorhanden. Ebenso angepasst werden müsse nun auch die bestehende Zufahrt zu den PW-Parkplätzen. Sie wird noch weiter verengt. Zusätzlich soll eine Art Hausordnung auf den 1. Mai erlassen werden. Auf Hinweistafeln werden die Chauffeure in mehreren Sprachen darauf aufmerksam gemacht, dass zum Beispiel das Laufenlassen der Motoren gesetzlich verboten ist. In welchen Sprachen die Tafeln beschriftet werden, müsse noch in enger Zusammenarbeit mit Luzern Tourismus bestimmt werden.

Grossstadtrat und FDP-Interpellant Rieska Dommann begrüsst die getroffenen Massnahmen. Er gibt aber zu bedenken, dass sich im Sommer 2017 gezeigt habe, dass die umgesetzten baulichen Änderungen ungenügend waren, sodass trotzdem widerrechtlich Cars in grosser Anzahl auf den PW-Parkplätzen abgestellt wurden. Dommann: «Das wurde von den betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern zu Recht massiv kritisiert. Ich erwarte nun, dass mit Beginn der Tourismussaison am 1. Mai 2018 wirksame Massnahmen umgesetzt werden, die es den Cars verunmöglichen, weiterhin die PW-Parkplätze zu nutzen.»

Davon ist die Stadt überzeugt. Denn das Falschparkieren sollte nun mit der zusätzlich verengten Durchfahrt definitiv ein Ende nehmen. Dies betont auch Roland Koch, Bereichsleiter Mobilität Tiefbauamt Stadt Luzern: «Die Durchfahrt wird so eng sein, dass man mit einem Personenwagen passieren kann, nicht aber mit einem Car.»

Sandra Monika Ziegler

sandra.ziegler@luzernerzeitung.ch


Anzeige: