Bauer wegen Tierquälerei verurteilt

LUZERN ⋅ Ein Landwirt ist vom Bezirksgericht Willisau zu einer bedingten Gefängnisstrafe von fünf Monaten verurteilt worden. Zudem muss er zwei Bussen von je 300 Franken bezahlen.
14. April 2018, 15:30

Er hat sich der mehrfachen Widerhandlung gegen das Tierschutz- und das Tierseuchengesetz sowie des Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen schuldig gemacht.

Die Tiere wurden nicht das erste Mal vernachlässigt

Der Mann hatte ein Alkoholproblem und war Anfang letzten Jahres mit dem Führen seines Hofs zunehmend überfordert. Als eines Morgens auch noch die Wasserleitungen einfroren, kam es zum Zusammenbruch (Artikel vom 17. März).

Der Bauer begab sich in psychiatrische Behandlung und verständigte die Behörden. Der Veterinärdienst stellte fest, dass 30 Rinder und 200 Ferkel in den Ställen weder Futter und Wasser noch eine trockene Liegefläche hatten – und zudem teils kniehoch im eigenen Kot und Urin standen. Weil der Bauer nicht zum ersten Mal die Vorschriften über die Tierhaltung missachtet hat, hatte die Staatsanwaltschaft eine unbedingte Freiheitsstrafe von sechs Monaten gefordert.

ber


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