vbl plant Direktlinie Kriens - Emmenbrücke

LUZERN ⋅ Die Trolleybus-Linie 3 soll ab Dezember 2016 Kriens direkt mit dem Seetalplatz in Emmenbrücke verbinden. Dafür ist eine Anpassung der Fahrleitung am Pilatusplatz notwendig. Das Plangenehmigungsverfahren dafür haben die Verkehrsbetriebe Luzern (vbl) nun gestartet.

06. Februar 2015, 08:47

Eine neue Trolleybus-Linie soll ab Dezember 2016 das Zentrum von Luzern sowie die bestehenden Linien 1 und 2 entlasten und gleichzeitig auf stark frequentierten Strecken mehr Kapazität schaffen. Geplant ist, dass zukünftig die Linie 3 die Gemeinden Kriens und Emmen direkt verbindet, sodass Passagiere am Pilatusplatz nicht mehr umsteigen müssen. Die Verkehrsbetriebe Luzern (vbl) haben dazu ein Plangenehmigungsverfahren gestartet. Denn für einen umweltfreundlichen Trolleybusbetrieb brauche es am Pilatusplatz Ergänzungen, damit die bestehenden Fahrleitungen der Linien 1 von Kriens nach Luzern und 2 von Emmenbrücke nach Luzern miteinander verbunden werden könnten, so die vbl. Zudem sei eine neue Betriebswendeschleife vorgesehen. Um den neuen Fahrdraht aufhängen zu können, müssen fünf Masten und mehrere Mauerbolzen verstärkt und versetzt werden.

Bauarbeiten beginnen im Sommer 2016

Das Projekt muss vom Bundesamt für Verkehr genehmigt werden, da die Fahrleitungsanlagen für Trolleybusse dem Eisenbahngesetz unterstehen. Wenn das Bewilligungsverfahren plangemäss verläuft, rechnet die vbl mit dem Start der Bauarbeiten am Pilatusplatz im Sommer 2016. Die neue Trolleybus-Linie 3 wird in diesem Falle dann zusammen mit dem neuen Bushub am Seetalplatz auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2016 in Betrieb genommen.

Neuer Takt für die Linien 1 und 2

Die Linie 3 ist Teil des Agglomerationsprogrammes Luzern und Bestandteil des Konzepts «AggloMobil due». Die vbl plant die Linie im Auftrag des Kantons Luzern und des Verkehrsverbundes Luzern. Während den Hauptverkehrszeit werden die Busse der Linie 3 voraussichtlich im 7.5 Minuten-Takt mit Anschluss an die S-Bahn verkehren. Und der Takt der Linien 1 und 2 wird entsprechend angepasst. So könne alle drei bis vier Minuten alternierend ein Bus der Linie 1 und 3 respektive der Linien 2 und 3 fahren, meldet die vbl. Dafür müssen auch neue Fahrzeuge beschafft werden.

pd/spe

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