Viel Verkehr und noch mehr Kafi am Umzug in Hildisrieden

FASNACHT ⋅ Die Wagenbauer übertrumpften sich am Michelsämter Umzug gegenseitig: Mit jeder Nummer wurden die Gefährte grösser, länger und imposanter. Stau war aber nur bei den Sujets ein Thema.
11. Februar 2018, 20:52

Martina Odermatt

martina.odermatt@luzernerzeitung.ch

Regen, Schnee, Wind: Das Wetter war so abwechslungsreich wie die Sujets am Michelsämter Fasnachtsumzug, der dieses Jahr in Hildisrieden stattfand. Trotz der wechselhaften Witterung fanden sich am Sonntag rund 8500 Personen für den Fasnachtsumzug ein. Und sie wurden für ihr Ausharren belohnt: Ein Höhepunkt jagte den nächsten. Den Umzug eröffnet haben die Lüütertüter Höudisriede. Ganz getreu ihrem Motto «Steam Punk» haben sie an ihrem Wagen geschweisst und gelötet, sogar derart kreativ, dass die fünf Männer mit ihren Sousaphons gemütlich auf einem Sitz im sich drehenden Rad Platz nehmen konnten.

Auch das Motto des Götschi-Zunftmeisters, «ufem Fäld oder im Stall, z tue gets öberall» wurde beherzigt und so fuhr etwa ein Mähdrescher auf. Zuschauer wurden nass gespritzt und dann mit Heu und Sägemehl eingedeckt. Rüüdig verreckt! Zum Glück wird als Entschädigung auch immer wieder etwas Tee oder Kafi, ja auch Bouillon gereicht, sowie zahlreiche, orangene Vitaminbomben, die durch die Menge geworfen werden.

Wagen: Gross und politisch

Doch dem Zuschauer wurde nicht nur kulinarisch etwas geboten, sondern es gab natürlich auch vieles für Augen und Ohren. Die Wagen wurden von Nummer zu Nummer grösser, länger und imposanter. Und politischer. Da war etwa die Busverbindung nach Lieli ein Thema. Auch Micky Maus und Goofy waren in Hildisrieden, als Vorgeschmack auf das «Disneyland» auf der Rigi. Zudem inspirierten das Verkehrschaos in Hochdorf und das Beizensterben in der Region die Fasnächtler zum Basteln.

Die Schnäggeschläcker liessen die Mario Karts los. Von der Hebebühne des Traktors düsten die Karts über den Umzugswagen direkt auf die Strasse. Das Thema: Die Umfahrung im Fläcke in Beromünster. Im Gegensatz zu den Autos im Werktagsverkehr hatten die Karts in Hildisrieden für einmal freie Fahrt.

  • (© Nadia Schärli)
  • (© Nadia Schärli)
  • (© Nadia Schärli)

Die Wagenbauer übertrumpften sich am Michelsämter Umzug gegenseitig: Mit jeder Nummer wurden die Gefährte grösser, länger und imposanter. Stau war aber nur bei den Sujets ein Thema.


Leserkommentare

Anzeige: