2018 wird ein sehr politisches Jahr

NIDWALDEN ⋅ Der Frühling 2018 hat es in sich: Mit der Erneuerung des Landrats und der Regierung beginnt das neue Jahr kurz nach den Fasnachtsferien mit einem politischen Höhepunkt, der nur alle vier Jahre stattfindet.
03. Januar 2018, 07:17

Markus von Rotz

markus.vonrotz@nidwaldnerzeitung.ch

60 Landräte und 7 Regierungsräte werden am 4. März bestätigt oder neu gewählt. Die zwei Regierungsräte Ueli Amstad (SVP) und Yvonne von Deschwanden (FDP) sind zu ersetzen, während Res Schmid (SVP), Othmar Filliger, Karin Kayser und Josef Niederberger (alle CVP) sowie Alfred Bossard (FDP) wieder antreten. In zwei Wochen wissen wir, wer für die Wahlen in die Regierung antritt und ob es wirklich Wahlen gibt. Sollten sich SVP und FDP für ein Zweier­ticket mit je einem Bisherigen entscheiden, wären stille Wahlen möglich. Das dürften auf jeden Fall die Grünen oder allenfalls auch andere Kräfte zu verhindern versuchen. Schliesslich stehen Gesamterneuerungswahlen nur alle vier Jahre in der politischen Agenda.

Noch keinen Einfluss auf die Wahlen 2018 hat ein hängiger Vorstoss, der eine Reduktion der Regierung von sieben auf fünf Mitglieder verlangt. Die verkleinerte Regierung würde dann vier Jahre später erstmals gewählt. Neuwahlen gibt es auch für Gemeinderäte. Diese stehen Ende April auf dem Programm.

Am gleichen Tag wie in Nidwalden werden auch im Nachbarkanton Obwalden die Regierung (fünf Mitglieder) und der 55-köpfige Kantonsrat neu gewählt. Spannung herrscht hier vor allem, ob es der SVP im fünften Anlauf erstmals gelingt, in die Regierung einzuziehen, was in Nidwalden 2008 Tatsache geworden ist. Zu ersetzen sind in Obwalden Niklaus Bleiker (CVP) und Franz Enderli (CSP), derweil Maya Büchi (FDP) sowie Christoph Amstad (CVP) und Josef Hess (parteilos) wieder antreten. Es wird gemunkelt, dass auch Parteilose Interesse anmelden werden. Wie viele Kandidaten letztlich für die fünf Sitze zur Verfügung stehen, werden wir am 22. Januar wissen.


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