Darüber lacht Stans im Herbst

STANS ⋅ Das Programm des beliebten Humorfestivals steht, der Vorverkauf hat begonnen. Wäre ja gelacht, wenn die 14. Ausgabe von «Stans lacht» vom 13. bis 17. September nicht wieder über 2000 Gäste anlocken würde.
18. April 2017, 05:00

Philipp Unterschütz

philipp.unterschuetz@

 

nidwaldnerzeitung.ch

Der Blick ins soeben veröffentlichte Programm von «Stans lacht» zeigt einmal mehr, wie sehr sich das Festival längst bei Publikum und auch Künstlern etabliert hat. Erneut bringen die Macher vom 13. bis 17. September klangvolle Namen nach Stans in den Theatersaal des Kollegiums. «Es ist für alle etwas dabei, ein ausgewogenes Programm von leichterer Kost bis zu anspruchsvollem Humor mit Musik», sagt Organisator Albi Christen. «Alle Künstler präsentieren neue Programme, die noch nie in Stans zu sehen waren.» Mit dabei sind heuer:

Ohne Rolf mit dem Programm «Seitenwechsel». Darin zeigen sie mit Ideenreichtum und sprachspielerischer Leichtigkeit, dass sie das Zeug zum Blättern haben. Die Plakatkünstler wechseln in ihrem Programm die Seiten und suchen einen Ersatz, der ihrer Leichtigkeit gerecht wird.

Theo Hitzig und Bruno Gschwind überwinden als Lapsus mit «On/Off» endgültig die Materie und vollbringen, was bis jetzt nur mit Autos möglich war: das erste komplett selbstfahrende Unterhaltungsprogramm. Abstürze sind programmiert.

Deville & Stahlberger mit «Synchronschwimmen» sind wie Valium und Ritalin in einer ­Packung. Dominic Deville, der Kleinkunst-Hooligan, und Manuel Stahlberger, der Dentalhygieniker der Kabarettszene, schwimmen für einen Abend synchron.

Simon Enzler mit «Primat­sphäre»: Das Balkongeländer immer fest im Griff, riskiert Enzler in seinem ersten Soloprogramm einen Blick nach draussen. Genau genommen lauert die Komik nämlich dort, wo sich die Grenze zwischen Privatem und Öffentlichem verwischt.

Hutzenlaub & Stäubli mit «Sister App»: Die ehemaligen Acapickels Lotti & Barbara lassen sich nicht «verappeln». Mit scharfem Blick und spitzer Zunge durchleuchten sie unseren zunehmend digitalisierten Alltag und verführen mit Stützstrumpf-gestärkten Choreografien, wetteifernden Höhepunkten und abgefahrenen Musikeinlagen.

Es gibt wieder Shows im Chäslager

Das OK um Albi Christen setzt grundsätzlich auf das bewährte Konzept mit fünf Vorstellungsabenden im Theatersaal des Kollegiums mit gut 2000 Besucherinnen und Besuchern. Neu im Konzept sind allerdings zwei kleinere Shows im Chäslager Stans – da, wo einmal alles begonnen hatte. Zu deren Inhalt will Christen noch nicht viel verraten, es werde in Kürze bekannt gegeben. «Es sind kleinere Geschichten, die im grossen Theatersaal etwas verloren wären.» Mit den Auftritten im Chäslager deutet sich etwas an, was die Macher von «Stans lacht», das nächstes Jahr das 15-Jahr-Jubiläum feiert, in Zukunft weiterverfolgen wollen. «Wir möchten wieder vermehrt ins Dorf kommen, dieses einbeziehen und eine Festivalatmosphäre schaffen.» Für das Jubiläum scheint Albi Christen bereits Ideen zu haben – man darf gespannt sein. Vorerst steht nun aber die Auflage 2017 an, die wohl erneut zum Vollerfolg wird. Darauf deutet mindestens der Vorverkauf hin, der sehr gut angelaufen ist. Laut Albi Christen haben die Lokalmatadoren Ohne Rolf die Nase vorn.

Wer bis im Herbst wenig zu lachen hat oder einfach das Festival nicht abwarten will, kann sich bereits am 8. und 9. Juni im Erlebnisbad Seefeld in Sarnen amüsieren. Für die Abende mit Bänz Friedli und Claudio Zuccolini gibt es noch Tickets. Gute Unterhaltung bietet auch die brandneue Website von «Stans lacht». Sie beinhaltet unter anderem mehr Informationen, Videos der Künstler, Fotogalerien und ­einiges mehr.

Hinweis

Weitere Infos zu Programm und zum Vorverkauf auf der neuen Website: www.stanslacht.ch


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