Das Nidwaldner Museum zeigt Aufstieg und Fall des legendären Schilters

MASCHINENFABRIK ⋅ Noch heute klingt der Name nach: Der Schilter war zu seiner Zeit das Transportfahrzeug der Landwirtschaft schlechthin. Jetzt hat das Nidwaldner Museum dem Stanser Pionierunternehmen eine Ausstellung gewidmet.

21. März 2017, 14:01

Die Geschichte der Stanser Maschinenfabrik Schilter ist relativ kurz und sehr dramatisch. Zwischen 1959 und 1972 entwickelt sich das Unternehmen vom 3-Mann-Betrieb in der Stanser Schmiedgasse zum international tätigen KMU knapp 300 Mitarbeitern. Doch auf den rasanten Aufstieg folgte der tosende Zusammenbruch. Managementfehler führen Schilter in den Ruin.

1975 übernahm die Nidwaldner Kantonalbank das marode Unternehmen und verkauft es wenig später mit Verlust weiter. 1978 muss der Nidwaldner Landrat 18 Millionen Franken zur Sanierung der Bank sprechen, denn diese hatte Schilter, aber auch andere Unternehmen, allzu grosszügig mit Geld versorgt. Anfang der 1980er-Jahre wurde die Fahrzeugproduktion von Schilter gänzlich eingestellt.

Die Fahrzeugschmiede an der Schmiedgasse «gilt als Pioniere im Bereich der mechanisierten Berglandwirtschaft und produzierten zu besten Zeiten über tausend Fahrzeuge pro Jahr», schreibt das Nidwaldner Museum in einer Mitteilung. Die Ausstellung zeigt in fünf inszenierten Abschnitten den dramatischen Auf- und Abstieg von Schilter, lässt Zeitzeugen filmisch zu Wort kommen, hält fest, wie Schilter die Berglandwirtschaft verändert hat und woran das Unternehmen letztlich gescheitert ist.

Ausstellung im Salzmagazin

Die Ausstellung «Schilter – die Geschichte der Stanser Maschinenfabrik» feiert am 31. März um 18.30 Uhr Eröffnung mit einer Vernissage. Die Ausstellung dauert bis am 29. Oktober 2017. Weitere Informationen finden Sie hier>>.

pd/zfo


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