Ein neuer Lieblingsplatz

HERGISWIL ⋅ Urchig, gemütlich, währschaft: So führt das neue Pächterpaar Bühler das Restaurant Alpgschwänd. Vor der Eröffnung wurde noch kräftig investiert.
21. April 2017, 07:44

Kurt Liembd

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Für die Korporation Hergiswil ist es ein Glücksfall, dass sie ein neues Pächterpaar fand, welches Restaurant und Pension Alp­gschwänd im gleichen Sinn und Geist weiterführt, wie man es kennt. Nach 15 erfolgreichen ­Jahren ging der bisherige Pächter Peter Würsch (66) Anfang Jahr in Pension. Seine Nachfolger sind Bruno Bühler (50) und seine Frau Paulina (30). Seit 14. April ist das beliebte Restaurant unter ihrer neuen Führung wieder offen, die grosse Antrinkete mit Fest findet morgen Samstag, 22. April, statt.

Bruno Bühler ist in der Gastroszene kein Unbekannter, ist er doch seit über 26 Jahren im Gastgewerbe tätig. Und dies mit Erfolg, obwohl er ursprünglich gar nicht aus der Gastronomie kommt. Aufgewachsen ist er auf einem Bauernhof in Horw nahe der Kantonsgrenze zu Hergiswil. Der gelernte Dachdecker-Spengler wechselte aber schon früh in die Gastronomie. Längere Zeit war er Gastgeber im «Schweizerheim» in Engelberg, auch bekannt als «Schwyzerhüsli», und 19 Jahre führte er das Restaurant Hergiswald in Eigenthal. Seit 2013 führt er in der Stadt Luzern den «Unterlachenhof», den er als Zweitbetrieb neben der «Alp­gschwänd» behalten will.

Während sechs Wochen haben sie sich vorbereitet, denn es standen grössere und kleinere Renovationen an. «Sieben Tage pro Woche», verrät Bruno Bühler. Es sei eine sehr strenge Zeit gewesen bis zur Eröffnung. Die auffälligste Neuerung ist der Wintergarten, der modern, aber ebenso rustikal und dank abendlicher Beleuchtung auch etwas romantisch-nostalgisch daherkommt. Hier ist der ideale Ort, an dem Bruno Bühler mit seinem Team eine kreative Erlebnisgastronomie pflegen kann. Vom Konzept her gibt es die bewährten Hausspezialitäten wie Älplermagronen, Rösti, Cordon bleu, Bratwürste und vieles mehr. Bühler, der selbst in der Küche steht, bietet neu auch Eigenkreationen an wie Entenleber und Kalbsleberli, Hacktätschli «Tomlishorn», Rindsfilet «Klimsenhorn» oder Egliknusperli «Steingraben». Für kulinarisch ganz Anspruchsvolle gibt es auch Chateaubriand. Auch ein Wurstsalat, ein Gemüseteller oder eine «Näbusuppe» (mit Bergkäse und Trockenfleisch) sind zu haben.

Acht Zimmer mit 30 Betten

Erreichbar ist das Restaurant zu Fuss oder ab Schwandi mit der Seilbahn, die zum Restaurant gehört. Zudem verfügt die Pension über acht Zimmer mit insgesamt 30 Betten. Auch diese werden vom neuen Pächterpaar gema­nagt. Interessant ist ein Blick in die Bücher – die Geschichte der Alpgschwänd reicht fast bis auf den Rütlischwur zurück. Seit der Unabhängigkeit des Dorfes Hergiswil 1378 ist die Alp im Besitz der Hergiswiler Korporation.

Korporation investiert 800'000 Franken

1884 wurde die heutige Berghütte gebaut, die später zum Restaurant und zur Pension ausgebaut wurde. Die letzte grosse Renovation konnte letztes Jahr abgeschlossen werden. Mehr als 800'000 Franken investierte die Korporation für eine moderne Küche, neue Kühl- und Lager­räume und moderne Toiletten. In den letzten Wochen kam noch der neue Wintergarten dazu.


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