Fast wäre das Bier ausgegangen

STANS ⋅ Das erste Best of Beer Festival war ein Grosserfolg. Die Organisatoren wurden regelrecht überrannt. Ob es eine Neuauflage gibt, ist trotzdem nicht sicher.
12. April 2017, 08:21

Philipp Unterschütz

philipp.unterschuetz@nidwaldnerzeitung.ch

Der Erfolg für das neue Festival, das Bier als kulinarisches Geschmackserlebnis für Feinschmecker einer breiteren Masse näherbringen will, schreit geradezu nach einer Neuauflage. Rund 900 Personen besuchten den Anlass im Kapuzinerkloster Stans. Profitieren konnte man sicher auch vom schönen Wetter, weil sich die Gäste auch draussen aufhalten konnten. «Es wurde trotzdem so eng, dass wir zwei Mal für kurze Zeit keine Gäste mehr einlassen konnten, wir wurden überrannt», sagt OK-Präsident Roger Fuchs, der als Festwirt der Teffli-Rally einiges an Massenaufläufen gewohnt ist und natürlich bereits einen Plan B im Kopf hatte.

So war es für ihn kein Problem, als die bereitgestellten 4800 Flaschen zur Neige gingen. Flugs wurden 1000 weitere Flaschen spezieller Biere bei zwei Händlern organisiert. «Es gab auch keine Probleme bei den Gästen, als einige Sorten ausgingen, erstens gab es Ersatz in Form einer ähnlich schmeckenden Sorte, und zweitens wollten viele ganz einfach nur Bier trinken, dass sie noch nicht kannten.» Übrig blieben am Ende einzig einige Flaschen alkoholfreies Bier und von einer Sorte aus Belgien mit einem säuerlichen Geschmack. «Die meisten Leute probierten fünf bis sechs Biere, viele taten sich auch zusammen und probierten jeweils nur einige Schlucke aus einer Flasche, damit sie möglichst viele Sorten kosten konnten», erklärt Roger Fuchs.

Ohne Kloster wird Neuauflage schwierig

Es habe alles bestens geklappt, obwohl viel mehr Leute gekommen seien, als man erwartet hätte, freut sich Fuchs. Auch die ­Resonanzen der Gäste seien ausgezeichnet gewesen, die Bierauswahl sei sehr geschätzt worden. Doch ob und wann es ein zweites Best of Beer Festival gibt, ist noch völlig offen. «Es ist unklar, ob wir nächstes Jahr wieder das Kapuzinerkloster benützen können, weil dann vielleicht Umbauarbeiten laufen», sagt Roger Fuchs. «Wir möchten den Anlass schon weiterführen, aber wir wollen auf jeden Fall das Niveau halten. Und das ist ohne die perfekte Location im Kloster nicht einfach.» Besonders gefreut hat sich Roger Fuchs auch darüber, dass wesentlich mehr Frauen ans Festival kamen als die rund 20 Prozent, die er erwartet hatte. «Und es waren etliche dabei, die laut eigenen Angaben sonst eher dem Wein zugetan sind und nun entdeckt haben, dass es auch Biersorten gibt, die ihnen sehr schmecken.»


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