Fünf Vorschläge zur Belebung des Stanser Klosters

DENKMÄLER ⋅ In den nächsten Monaten dürfte sich entscheiden, wie das ehemalige Kapuzinerkloster Stans genutzt wird. Im Rahmen der Ausschreibung sind fünf Vorschläge eingegangen. Wer den Zuschlag und damit das Baurecht erhält, will der Regierungsrat im April entscheiden.

21. Januar 2015, 10:46

2004 waren die Kapuziner aus dem Kloster ausgezogen, weil ihnen der Nachwuchs fehlte. Der Kanton kaufte das unter Denkmalschutz stehende Gebäude für eine Million Franken, ohne zu wissen, wie er die Anlage nutzen will.

2008 ging das Kloster im Baurecht an die MondoBIOTECH AG, die Wirkstoffe für die Behandlung von lebensbedrohenden und seltenen Krankheiten entwickeln und kommerzialisieren wollte. Das Unternehmen erlebte turbulente Zeiten und machte 2013 einen Neuanfang.

MondoBIOTECH AG blieb folglich nicht wie im Baurechtsvertrag vorgesehen 60 Jahre im Kloster. Schon 2014 verkaufte deren Nachfolgefirma das Baurecht für einen Franken an den Kanton zurück.

Der Regierungsrat sah sich gezwungen, einen neuen Investor zur Nutzung des Klosters zu suchen. Er startete im September 2014 eine mehrstufige Ausschreibung.

Bis zum Abgabetermin am 15. Januar 2015 hätten fünf Investoren Dossiers eingereicht, teilte die Baudirektion am Mittwoch mit. Die Projekte stammten von Teams aus dem Immobilien-, Hotel- und Nonprofit-Bereich.

Weitere Angaben zu den Projekten und ihren Verfassern konnte Baudirektor Hans Wicki auf Anfrage nicht machen. Die Dossiers seien bei einer externen Stelle eingegangen und würden nun dort auf ihre Vollständigkeit geprüft.

Zufrieden mit der Zahl der Projekte

Wicki zeigte sich mit der Zahl der Eingaben zufrieden. Wichtig sei nun zu wissen, was die Projekte taugten, sagte er.

Mit der Projekteingabe habe eine intensive Vorbereitungszeit ihren Abschluss gefunden, schreibt die Baudirektion. Sie habe über 20 Führungen durchgeführt und sehr viele Fragen beantworten müssen.

Die 13 Mitglieder der Jury treffen sich im Februar und März, um die Eingaben zu besprechen und zu bewerten. Die Jury wird dann dem Regierungsrat einen Vorschlag unterbreiten.

Der Regierungsrat geht davon aus, dass er im April 2015 einen Entscheid fällen wird. Das Vorhaben soll gemäss Wicki sowohl bezüglich Konzept wie Finanzierung überzeugen. Für die Vergabe des Baurechts zuständig ist dann der Landrat.

Eine Garantie, dass der neue Baurechtsnehmer erfolgreicher sein wird als der alte, gibt es trotz des breiten Auswahlverfahrens nicht. Man bewege sich hier ja voraussichtlich im Start-Up-Bereich, sagte Wicki. (sda)


Login


 

Leserkommentare

Anzeige: