Hängetreppe fürs Wandererlebnis

BÜRGENSTOCK ⋅ Eine Holzkonstruktion beim Resort soll jenen etwas bieten, die den Bürgenberg zu Fuss erkunden wollen. Gestern war der Spatenstich.

26. November 2016, 05:00

Martin Uebelhart

Per Knopfdruck gab Baudirektor Josef Niederberger gestern den Startschuss zum Bau einer Hängetreppe am Bürgenstock. Der Knopfdruck löste ohrenbetäubende Knalle aus, und gleich anschliessend konnten die Gäste beobachten, wie einer der letzten Bäume, der noch in der Schneise der Brücke stand, gefällt wurde.

Die 30 Meter lange Hängebrücke verbindet zwei auf unterschiedlicher Höhe bestehende Wanderwege, wovon einer direkt ins neue Resort führt. Die Gemeinden Ennetbürgen und Stansstad haben in den vergangenen Jahren zusammen mit den Nidwaldner Wanderwegen Massnahmen erarbeitet, mit denen das Wanderwegangebot am Bürgenberg verbessert und ergänzt wird. Neben der Treppe und einem neuen Weg wurde insbesondere die bestehende Wegsubstanz optimiert.

Das Wanderweg-Gesamtprojekt haben die Nidwaldner Wanderwege für den Nivea-Förderpreis angemeldet. Im vergangenen Mai wurde das Nidwaldner Projekt denn auch mit dem Förderpreis bedacht, der in Zusammenarbeit mit den Schweizer Wanderwegen im Rahmen des Prix Rando vergeben wird. Bruno Weber, Präsident der Nidwaldner Wanderwege, sagte gestern, es gehe bei dem Preis darum, schöne Wanderwege in schöner Umgebung auszuzeichnen. Die Preissumme von 50 000 Franken galt es dabei mit zwei anderen Projekten aus der Schweiz zu teilen.

Konstruktion ruht auf Drahtseilen

Weitere namhafte Beiträge, etwa von der öffentlichen Hand und von Sponsoren, ermöglichen den Bau der Hängetreppe am Bürgenstock, die rund 300 000 Franken kostet und im kommenden Frühjahr noch vor der Eröffnung des Resorts begehbar sein soll.

Thomas Steiner von der Neuen Holzbau AG, Lungern, erläuterte die Konstruktion der Treppe: Zwischen zwei Betonfundamenten werden starke Drahtseile gespannt, auf die eine Konstruktion aus Gitterrost-Tritten und Holzstegen aufgebaut wird. Das Lärchenholz soll den Bezug zum Wald herstellen. Auch auf Langlebigkeit sei geachtet worden. Die Konstruktion sei so gewählt, dass das Wasser überall ablaufen könne. Ein zweifacher Anstrich soll für eine natürliche Farbe und Ausstrahlung sorgen. «Das Gefälle zwischen den beiden Endpunkten beträgt rund zehn Meter», so Steiner. «Das ist auch der Grund, dass die Konstruktion nicht als konventioneller Hängesteg daherkommt, sondern als Treppe.»

Bürgenstock-Projektleiter Roland Wyrsch meinte gestern, er sei froh, dass man dieses Projekt noch in diesem Jahr beginnen könne.


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