Buoholzbach: Grünes Licht für Hochwasserschutz

NIDWALDEN ⋅ Wolfenschiessen und Oberdorf haben an der Urne Ja zum Hochwasserschutz für den Buoholzbach gesagt. Wegen zwei verschiedenen Varianten fahren die Bagger nicht vor 2018 auf.
09. Februar 2014, 14:39

In Wolfenschiessen haben die Stimmbürger dem Projektierungskredit in der Höhe von 2 Millionen Franken für die Hochwasserschutzmassnahmen Buholzbach mit 469 zu 366 Stimmen zugestimmt. Das entspricht einem Ja-Anteil von 56 Prozent. Die Stimmbeteiligung liegt bei 58 Prozent.

Dem gleichen Kredit haben auch die Bewohner von Oberdorf zugestimmt und zwar mit 900 zu 428 Stimmen (68 Prozent). Die Stimmbeteiligung liegt bei 59.27 Prozent. 

Bund und Kanton beteiligen sich an den Kosten – zu welchem Anteil, wird definiert, wenn die Kosten für das Projekt stehen. Fest steht, dass Oberdorf zwei Drittel und Wolfenschiessen einen Drittel der Kosten übernehmen, welche auf die Gemeinden zukommen.

«Lauber» vs. «Damm»

Mit dem Ja vom Sonntag können die beiden Gemeinden das Projekt «Lauber» ausarbeiten und auf denselben Stand bringen wie die vom Gemeinderat favorisierte Variante «Damm». Schlussendlich wird nur eine Variante umgesetzt.

Das Projekt «Damm» enthält Dammbauten entlang der Engelbergeraa, um den Stanser Talboden vor 300-jährlichen Ereignissen zu schützen. Sie sieht ferner einen grossen Geschiebesammler vor, der Raum für Ablagerungen von Murgang bietet.

Beim Projekt «Lauber» soll die Industrie im Hofwald mit Dämmen und Kiessammlern oberhalb des Industriegebietes vor 100-jährlichen Ereignissen geschützt werden. Damit soll die von den direkt betroffenen Grundeigentümern abgelehnte Aussiedlung im Gebiet Hofwald vermieden werden.

2018 fahren Bagger auf

Im Herbst 2017 können die Bürger Wolfenschiessens und Oberdorfs dann über den Baukredit des eigentlichen Siegerprojekts befinden. Ende 2018 sollen die Bagger auffahren.

Mit den Hochwasserschutzmassnahmen sollen Ereignisse wie dasjenige vom August 2005 vermieden werden. Damals verursachte der Buoholzbach im Gebiet Hofwald grosse Schäden in der Industrie- und Gewerbezone.

rem

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