Jessy wiederholt ihren Vorjahressieg

NIDWALDEN ⋅ Die Braunviehzüchter konnten an der kantonalen Viehausstellung viele Komplimente für ihre Tiere einheimsen.

10. Oktober 2016, 05:00

651 Tiere präsentierten die Nidwaldner Braunviehzüchter bei der kantonalen Viehschau in Oberdorf. Am Samstagvormittag wurden die Tiere von acht ausserkantonalen Experten rangiert. Am Nachmittag fanden die Spezialwettbewerbe im Ring statt, die von einem grossen Publikum mit viel Interesse verfolgt wurden.

OK-Präsident Franz Odermatt stellte fest, dass Viehschauen zur bäuerlichen Kultur gehörten und Feste für die ganze Bevölkerung seien. «Ich hoffe auf gegenseitige Kontakte und interessante Gespräche und danke allen Sponsoren, Gönnern und Helfern. Denn ohne deren Unterstützung wäre ein solcher Anlass nicht durchführbar».

Interessante Spezial-Wettbewerbe

Am dicht umsäumten Vorführring verfolgten viele Zuschauer die Vorstellung der Gewinnertiere von Spezialauszeichnungen, den Verlauf der Schöneuter-Wettbewerbe und die Wahl der Tagessiegerinnen bei den Rindern und Kühen. Die Viehzüchter bekamen dabei von den Experten sehr viel Lob. Ein grosses Kompliment gab es vom Urner Experten Robi Gisler für den Stier Marc von Josef Kiser, Ennetmoos. Er stellte das Tier mit allen seinen Qualitäten und Vorzügen vor. Marc war auch dieses Jahr nicht zu schlagen und wurde zum dritten Mal mit dem Titel «Mister» ausgezeichnet.

Einer der Experten, der zur Beurteilung der Kühe mit den schönsten Eutern im Einsatz stand, war der Schwyzer Pius Schuler. In seinem Kommentar sagte Schuler: «Ich war schon mehrmals an der Ausstellung der Nidwaldner Viehzüchter und kann feststellen, dass die Qualität der Tiere von Jahr zu Jahr zugenommen hat.»

Wahl der Tagessiegerin als Höhepunkt

Viel Lob kam auch vom Obwaldner Experten Walter Windlin. Er freute sich, dass er als Höhepunkt der Ausstellung die Wahl der Tagessiegerin Braunvieh vornehmen konnte. Er entschied sich unter dem Applaus der Zuschauer für die Kuh Jessy von Marco Gabriel, Ennetbürgen. Jessy hat diesen Titel zum zweiten Male gewonnen. Im Gespräch mit unserer Zeitung sagte Windlin: «Ich musste diese Wahl zwischen fünf geradezu fehlerlosen Superkühen treffen.» Und zur Ausstellung sagte er: «Die Spitze in der Nidwaldner Viehzucht ist breiter geworden. Es sind jetzt mehr Züchter mit Tieren in den vordersten Rängen als früher.» Frohgestimmt machten sich die Viehzüchter nach Abschluss der Ausstellung auf den Heimweg, viele von ihnen zu Fuss mit den geschmückten Tieren, was für die Zuschauer jeweils immer ein besonderes Erlebnis ist.

Mit dem Fünfer-Team im OK mit Franz Odermatt als Präsident und seinen Kollegen Walter Durrer, Thomas Lussi, Beat Odermatt und Schausekretär Klaus Zumbühl und den vielen Helfern nahm die Ausstellung einen speditiven und pannenfreien Verlauf. Einen grossen Einsatz leisteten auch wiederum die Nidwaldner Bäuerinnen mit der Verpflegung der vielen Ausstellungsbesucher im Festzelt.

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Paul Küchler


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