Mit Tischmesse neue Netzwerkpartner gewinnen

OBERDORF ⋅ Die Mitglieder von Pro Wirtschaft Nidwalden/Engelberg sollen ihre Produkte und ihre Dienstleistungen besser präsentieren können, und zwar mit einer alle zwei Jahre stattfindenden Tischmesse.

16. März 2017, 07:25

«Es fasziniert uns immer wieder, mit welchem Innovationsgeist und welcher Weitsicht Nidwaldner Unternehmer ihre Visionen verwirklichen und gekonnt unternehmerisches Risiko und Sicherheit abwiegen», erklärte Vereinspräsident Herbert Würsch an der 27. Generalversammlung vom Dienstagabend. Im übertragenen Sinn von grosser Weitsicht geprägt ist auch der ausgewählte Versammlungsort. Gastgeber für die rund 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer war nämlich das Kompetenzzentrum Swissint in Oberdorf, die nationale vorgesetzte Kommandostelle sämtlicher friedensfördernder Auslandseinsätze der Schweizer Armee.

Swissint führt rund 300 Offiziere, Unteroffiziere, Soldaten und Zivilpersonen in mehr als einem Dutzend Operationen in Europa, Afrika und Asien. Jonathan Morillo vom Personalmarketing der Swissint informierte im Anschluss an die GV über die friedensfördernden Einsätze der Schweizer Armee seit 1953 und die Organisation und die Aufgaben des Kompetenzzentrums in Oberdorf.

Doch zurück zur Generalversammlung: Einstimmig wurde das Projekt des Vorstands genehmigt, ab Frühjahr 2018 alle zwei Jahre eine «Tischmesse» durchzuführen. «Damit sollen unsere Mitglieder Gelegenheit erhalten, ihre Produkte und Dienstleistungen der Öffentlichkeit besser präsentieren zu können und neue Netzwerkpartner zu finden», so Herbert Würsch. Jeder teilnehmenden Firma wird ein Tisch zur Verfügung stehen, wo sie sich «einfach und unkompliziert» vorstellen kann. In einem ersten Teil der Tischmesse sollen sich die Teilnehmer untereinander besser kennen lernen, im zweiten Teil am Nachmittag soll auch die Bevölkerung dazu eingeladen werden. Noch offen ist der Standort.

46 neue Mitglieder aufgenommen

Alle ordentlichen Geschäfte verabschiedete die GV einstimmig. 46 neue Mitglieder konnten aufgenommen werden, der Verein besteht derzeit aus rund 600 Mitgliedern. Der jährliche Mitgliederbeitrag ist auf 175 Franken festgelegt, wovon jeweils 15 Franken an die 1990 gegründete Stiftung zur Erhaltung und Förderung der Wirtschaft der Region Nidwalden/Engelberg gehen.

Stiftungsratspräsident und Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger informierte über die 2016 festgelegten Bereiche, in denen die Stiftung eine Unterstützung leisten will. So etwa bei Jungunternehmen respektive Start-ups: «Ein Gesuch ist bereits positiv beantwortet worden», so Filliger. Weiter be­absichtige der Stiftungsrat, ­Maturaarbeiten mit einem betriebswirtschaftlichen und re­gionalen Schwerpunkt­thema zu unterstützen. Von den Beiträgen können Maturanden des Kollegiums St. Fidelis, der Stiftsschule sowie der Sportmittelschule Engelberg profitieren.

Ersatzwahl in den Vorstand

Die Jahresrechnung 2016 wurde von Vizepräsidentin Michèle Blöchliger anstelle des wegen Auslandsaufenthaltes zurückgetretenen Kassiers Martin Barmettler vorgetragen. Die Erfolgsrechnung weist einen Verlust von rund 10 000 Franken auf, weil die Mitgliederbeiträge der Gemeinden und der Korporationen neu direkt an die bereits erwähnte Stiftung gehen und nicht mehr über den «Umweg» der Vereinskasse.

Für ungewollte Heiterkeit sorgte an der GV Revisor Marcel Frank. Er betonte die Richtigkeit der Rechnung und beantragte der GV, «dem Vorstand die Entlassung zu erteilen». Der Versprecher sorgte für Gelächter im Saal, hatte aber selbstverständlich keine negativen Folgen. Vorstand und Präsident Herbert Würsch wurden «entlastet» und in globo auf ein Jahr wiedergewählt. Für den zurückgetretenen Kassier Martin Barmettler wurde einstimmig Peter Bircher, Stans, gewählt. Bestätigt wurden zudem die beiden Revisoren.

 

Robert Hess

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch


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