Monica Guhl greift nach den Schlagersternen

BUOCHS ⋅ Vor zwei Jahren beendete sie ihren Gastronomieberuf. Und setzte alles auf die Karte Schlagermusik. Am internationalen Alpen-Grand-Prix in Meran darf sie die Schweiz vertreten.

01. Oktober 2016, 05:00

Dem 14. Oktober fiebert Monica Guhl schon lange entgegen. Dann darf die Buochserin in Meran im Südtirol die Schweiz am internationalen Alpen-Grand-Prix vertreten. «Dass ich die Vorausscheidung geschafft habe und nun nach Meran darf, ist für mich eine Bestätigung, dass ich auf dem richtigen Weg bin», sagt die 52-Jährige. «Zumal ich erst seit etwa zwei Jahren intensiv meine Karriere als Schlagersängerin verfolge.» Ermuntert zur Teilnahme wurde sie von ihrem Produzenten Charly Bereiter, der mit ihr dieses Jahr eine Maxi-Single herausgegeben hat (eine CD mit fünf Songs). «Er war überzeugt, dass ich das Potenzial für den Alpen-Grand-Prix mitbringe.»

Sich an diesem Wettbewerb mit den zwölf anderen Teilnehmern der Kategorie Schlager aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Italien, Frankreich und Kroatien zu messen, sei für ihre Karriere eine grosse Chance. «Denn es ist in der heutigen Zeit als Schlägersängerin schwierig geworden, sich zu profilieren, da es immer weniger solche Wettbewerbe gibt.»

Aus einer musikalischen Familie

30 Jahre lang war die gebürtige Obwaldnerin in der Gastronomie tätig. Doch das Schlagerfieber habe sie schon früh erfasst. «Ich stamme aus einer sehr musikalischen Familie.» Und warum gerade Schlager? «Mit dem Schlager habe ich als Sängerin unendlich viele Möglichkeiten. Das Genre ist vielfältig.» Das erkläre auch, dass Schlager zurzeit einen Boom erlebten. «Für mich ist der Schlager das richtige ‹Gefäss›, um meine Gefühle, meine Emotionen und Sehnsüchte am besten auszudrücken.»

Training wie im Sport

Seit sie vor zwei Jahren ihren Job als Gastronomin beendet hat, setzt sie alles auf die Karte Schlager. Sie nahm Gesangsstunden, trainiert täglich ihre Stimme. «Fürs Singen braucht man Training wie im Sport. Man muss das Zwerchfell trainieren, wer nur die Stimmbänder einsetzt, ist nach zehn Minuten heiser», lacht sie.

Nach zwei Jahren kann sie nun bereits auf einige interessante Auftritte zurückschauen, so am vergangenen Mai an der Schlagerflussfahrt nach Holland/Belgien unter anderm mit Andy Borg und Monique, im Juli in Stansstad oder im März in den Flumserbergen, als sie ihren ersten Tonträger, die Maxi-Single «Lebensgefühle», taufte – mit den fidelen Mölltalern als Taufpaten. «Musik ist für mich wie Wellness für meine Seele. Mit Singen kann ich meinem Publikum und mir eine Freude machen, positive Impulse vermitteln – sei das mit gefühlvollen Balladen, stimmungsvollen Volksliedern oder amüsanten Texten. Es gelingt mir stets, einen Draht zum Publikum herzustellen und die Leute zu berühren», sagt sie zu ihrer Motivation als Schlagersängerin. Zu ihren grossen Vorbildern zählt sie die deutsche Schlagersängerin Helene Fischer, bekannt durch «Atemlos durch die Nacht», den Song covert auch Monica Guhl.

Bestimmte Erwartungen an eine Rangierung in Meran hat sie nicht. «Ich will einfach einen Auftritt hinlegen, der für mich stimmt, über den ich sagen kann, dass ich mein Bestes gegeben habe.» Das Lied «Maskenball der Sehnsucht», das sie am Alpen-Grand-Prix aufführt, sowie die übrigen vier Lieder auf ihrer Maxi-Single stammen nicht aus ihrer eigenen Feder, sondern wurden von ihrem Produzenten Charly Bereiter komponiert.

Sie will künftig selber komponieren

«Mein nächstes grosses Ziel ist, künftig meine Lieder selber zu komponieren», meint die Buochserin. Möglicherweise werden mehrere Texte aus der Feder von Charly Bereiter und ihr auf der ersten «richtigen» CD erscheinen, voraussichtlich im nächsten Jahr.

Sie arbeitet auf ihren Lebenstraum hin, von der Musik leben zu können. Und so als Schlagersängerin ihre Mitmenschen und sich noch möglichst lange glücklich zu machen.

Hinweis

Internet: www.monica-guhl.ch

Matthias Piazzamatthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch


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