Neues Begegnungszentrum in Beckenried kann geplant werden

ABSTIMMUNG ⋅ Mit einem Ja-Stimmenanteil von 59,6 Prozent hat das die röm.-kath. Kirchgemeinde Beckenried den Kredit für die weitere Planung und Projektierung des neuen Begegnungszentrums gutgeheissen.

Aktualisiert: 
27.11.2016, 16:00
27. November 2016, 12:41

An der Urnenabstimmung der  röm.-kath. Kirchgemeinde Beckenried haben sich 636 Stimmberechtigte (59,6 Prozent) für und 431 (40,4 Prozent) gegen den Kredit über 690'000 Franken für die weitere Planung und Projektierung des neuen Begegnungszentrums ausgesprochen. Die Stimmbeteiligung liegt bei 56,3 Prozent.

Das Projekt Kunigunde sieht Büros für die Administration der Kirchgemeinde, Sitzungszimmer und Gruppenräume sowie einen öffentlichen Saal für 120 Personen mit Nebenräumen und Tiefgaragenplätzen vor – und überdies 13 Wohnungen.

«Kirchmeier Gerhard Baumgartner und ich freuen uns sehr über das Ja und die hohe Stimmbeteiligung von 56 Prozent, auch wenn wir immer zuversichtlich waren, dass die Vorlage angenommen wird», meint German Grüniger, Präsident der Planungskommission.

Zwei Gründe haben seiner Ansicht nach den Ausschlag für ein Ja gegeben: «Wir konnten die Stimmbürger überzeugen, dass Beckenried ein solches Begegnungszentrum braucht, nachdem Hotels mit entsprechenden Räumlichkeiten wie den Sälen des ehemaligen Hotels Sonne oder des Hotels Mond verschwunden sind.» Und der Saal im Alten Schützenhaus sei für viele Anlässe mit 30 bis 100 Personen ungeeignet, weil viel zu gross und nicht unterteilbar. «Zweitens haben wir über jeden Schritt detailliert und transparent informiert.»

Die Vorlage war zu Beginn umstritten. Als zu überteuert und überdimensioniert war der Bau mit Investitionskosten von rund 11 Millionen Franken bezeichnet worden. Der Bau verschandle das Ortsbild. Auch wurde moniert, dass es nicht Aufgabe der Kirchgemeinde sei, öffentliche Versammlungsräume und Wohnungen zu bauen.

«Glücklicherweise teilt die Mehrheit der Stimmberechtigten diese Bedenken nicht.» Und am Erscheinungsbild könnten noch immer Änderungen vorgenommen werden, dies sei nicht sakrosankt. «Mich stört, dass ein Teil der Gegnerschaft in ihrer Gegenkampagne dieses Erscheinungsbild so in den Vordergrund rückte, obwohl es ihnen um persönliche Interessen ging. Diese Ehrlichkeit vermisste ich», sagt German Grüniger.

Abstimmung im Frühling 2018 geplant

Als Nächstes will der Kirchenrat die Planung des Projektes weiter vorantreiben und die Ergebnisse im Dezember 2017 präsentieren. Das gute Abstimmungsresultat stimmt Grüniger zuversichtlich, dass das Projekt auch die Hürde der Abstimmung über den eigentlichen Baukredit von 11,27 Millionen Franken im Frühling 2018 nimmt.

Falls der Baukredit angenommen wird, will man im April 2018 das Baugesuch eingeben. Im besten Fall sollen im Herbst oder Winter 2018 die Baumaschinen auffahren. Einsprachen könnten möglicherweise den Fahrplan durcheinanderbringen. Damit müsse heute bei solchen Projekten immer gerechnet werden. «Wir werden aber bei der Projektierung alles daransetzen, dass es möglichst keinen Grund dafür gibt, indem wir sämtliche Bauvorgaben, auch was die Abstände zwischen den Gebäuden betrifft, einhalten», betont German Grüniger.

pd/zim/map


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