Nidwaldner Regierung will KESB nicht extern untersuchen lassen

SOZIALES ⋅ Für die Nidwaldner Regierung gibt es keinen Grund, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) extern auf ihre Effizienz untersuchen zu lassen. Sie lehnt ein Postulat von Therese Rotzer (CVP) ab.
24. Juni 2016, 10:03

Rotzer stört sich in ihrem Vorstoss daran, dass die KESB nicht wie bei ihrer Schaffung 2013 angekündigt, mit 600 Stellenprozenten ihre Arbeit erledigt, sondern der Etat zwei Mal auf zwei Jahre befristet um 150 Stellenprozente erhöht werden musste.

Rotzer kritisiert diese zweimalige Befristung. Wenn es tatsächlich mehr Stellen brauche, um die laufenden Geschäfte zu erledigen, müssten diese unbefristet beim Landrat beantragt werden. Dafür brauche es fundierte Abklärungen und eine Beurteilung durch einen unabhängigen Experten.

Es sei denkbar, dass noch Potential zur Effizienzsteigerung vorhanden sei, schreibt Rotzer. Für das Parlament sei es schwierig zu beurteilen, wie viele Mitarbeiter mit welcher Qualifikation tatsächlich nötig seien, um die laufenden Fälle zu bearbeiten.

Wie die Staatskanzlei am Freitag mitteilte, lehnt der Regierungsrat die Forderung nach einer externen Untersuchung ab. Eine solche würde einen finanziellen und zeitlichen Aufwand verursachen, schreibt der Regierungsrat. Er bezeichnet die Ressourcen der KESB als knapp und die Behörde als voll funktionsfähig. Er werde eine allfällige Leistungsauftragserweiterung hinsichtlich des Budgets 2017 prüfen. (sda)


Leserkommentare

Anzeige: