Pilatus investiert in den Standort

STANS ⋅ Die Pilatus-Flugzeugwerke bauen für 30 Millionen Franken eine neue Montagehalle auf ihrem Gelände. Mitte des kommenden Jahres soll die zusätzliche Produktionsfläche bereit sein.

01. Oktober 2016, 05:00

Derzeit ist bei den Pilatus-Flugzeugwerken eine weitere Grossbaustelle in Betrieb. Gebaut wird eine neue Montagehalle, die den Namen Halle 25 erhalten soll. Und die Firma gibt Gas bei dem Bau. Unmittelbar nach Eingang der Baubewilligung im vergangenen Juli habe man mit dem Bau begonnen, schreibt Daniel Geiser, Mitglied der Geschäfts­leitung und zuständig für Montage und Unterhalt, auf Anfrage. «Der Neubau ist auf Kurs, sodass dieser nach 12 Monaten Bauzeit Mitte 2017 in Betrieb genommen werden kann.»

Mit dem Bau der Halle schaffen die Flugzeugwerke die benötigte zusätzliche Produktions­fläche für die bevorstehende Serienproduktion des PC-24-­Businessjets. Die neue Halle hat eine Fläche von knapp 8000 Quadratmetern. Von der Grösse her sei sie vergleichbar mit der 2008 fertig gestellten Montagehalle aus Holz, so Geiser. Auch das Erscheinungsbild sei sehr ähnlich. Aufgrund von Anforderungen für den Betrieb bestünden jedoch signifikante Unterschiede in der Bauweise. «Die zwei auffälligsten sind die grossen Toranlagen auf der Längs­achse und die Krananlage über die gesamte Hallenfläche», erklärt Daniel Geiser. Die Halle sei ein innovativer Holzbau, bei welchem ausschliesslich zertifiziertes Schweizer Holz verwendet werde. Die stützenfreie Kons­truktion, die Toranlagen und der Kran ermöglichten eine hohe Funktionalität und Flexibilität, so Geiser weiter. Damit könne optimal auf Änderungen im Produktionsvolumen und -mix reagiert werden. 30 Millionen Franken investieren die Flugzeugwerke in die neue Halle. Dies stelle «ein weiteres und klares Bekenntnis zum Standort Stans und zum nachhaltigen Einsatz von Ressourcen dar», betont Geiser. Der Neubau sei für die Flugzeug­montage ein Meilenstein. Sie lege optimale Rahmenbedingungen für eine effiziente und flexible Montagelinie. Zudem biete sie helle, attraktive Arbeitsplätze für alle Mitarbeitenden.

Vormontage aller Flugzeugtypen

In der neuen Halle würden die Vormontage und die Ausrüstung von Tragfläche und Rumpf aller Flugzeugtypen unter einem Dach zusammengefasst, sagt Daniel Geiser über die Nutzung des Baus. «Der letzte Montageschritt ist dabei das Verbinden von Flügeln und Rumpf. Anschliessend verlassen die Flugzeuge die Halle 25 auf den eigenen Rädern für die Endmontage, welche in einer anderen Halle stattfindet», erläutert er die einzelnen Schritte. Die Montagehalle sei für ein durchschnittliches Produktionsvolumen von 140 Flugzeugen pro Jahr und rund 200 Mitarbeiter ausgelegt.

Nichts Neues konnte Geiser gestern zum aktuellen Stand beim PC-24 berichten, der im Mai 2015 zum ersten Mal abgehoben hat und seither ausgiebig getestet wird. Über die Fortschritte im PC-24-Programm will Pilatus an der National Business Aviation Convention & Exhibition informieren, die Ende Oktober in Florida beginnt.

Martin Uebelhartmartin.uebelhart@nidwaldnerzeitung.ch


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