Platz fürs Schwimmen wird knapp

NIDWALDEN ⋅ Am kantonalen Schwimmwettkampf geben Primarschüler Vollgas. Jedes Jahr zieht der Anlass viele Wasserratten an, doch langsam wird es eng im Hallenbad.

17. März 2017, 06:54

Carina Odermatt

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Wenn im Frühling der kantonale Schwimmwettkampf in Stans stattfindet, wird das Schwimmbad Pestalozzi mit Sicherheit rappelvoll. Dann feuern Mitschüler, Eltern und Geschwister die Wettkämpfer an, Helfer stoppen die Zeit, und die Schüler kämpfen sich Zug um Zug ans Ziel. Es wird laut und heiss im Schwimmbad, doch die Stimmung ist ausgelassen. Yves Pillonel, Koordinator der freiwilligen Schulsportanlässe des Kantons, ist erfreut, dass jedes Jahr so viele Kinder am Wettkampf teilnehmen.

Rund 160 Schülerinnen und Schüler von der zweiten bis zur sechsten Primarstufe aus Nidwalden und Engelberg betätigten sich am Mittwochnachmittag freiwillig sportlich. Möglich ist die Teilnahme am Wettkampf als Einzelkämpfer oder zu viert im Team. «Wünschenswert wären etwas mehr Teamanmeldungen, weil so auch Kinder motiviert würden, die sich alleine nicht angemeldet hätten», meint Pillonel. «Schwimmen ist ein Sport, vor dem viele Kinder Respekt haben. Mit einem Wettkampf wollen wir die Schüler zum Schwimmen motivieren und ihnen die Angst davor nehmen.»

Der Schwimmunterricht ist fester Bestandteil im Lehrplan 21, obwohl er als zeit- und kostenaufwendig gilt. Ein wichtiges Ziel dabei sei es, den Kindern die nötigen Fähigkeiten mitzugeben, um die Unfallgefahr im Wasser zu senken, erklärt Philipp Hartmann, Leiter kantonales Sportamt. Zudem scheint das Fach beliebt. Jeder Teamkämpfer aus der fünften Primarstufe Buochs (siehe Bilder nebenan) nannte Schwimmen sein Lieblingsfach. Leider hatten sie es nur bis vor einem Jahr. «Die grösste Herausforderung für den Schwimmunterricht ist die Infrastruktur. Es gibt einen ­Mangel an Hallenbädern», bedauert Hartmann. Sichtbar wird dieser auch am Schwimmwettkampf, der das Schwimmbad fast sprengt. Trotzdem sei man im Vergleich zu anderen Kantonen gut ausgerüstet, denn alle ­Gemeinden könnten ihren Schwimmunterricht durchführen, sagt Hartmann.

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