Postauto wendet an gefährlicher Stelle

STANS ⋅ Mitten auf der Kantonsstrasse wendet das Postauto. Das geht nicht immer reibungslos über die Bühne. Nun sucht man nach Lösungen.

12. Oktober 2016, 05:00

 

Der eine oder andere Buspassagier dürfte sich schon gewundert haben auf der Busfahrt von Stansstad nach Stans. Vom Galgenried herkommend, zweigt der Bus beim Länderpark links ab in Richtung Hansmatt. Dort macht das Postauto auf dem Areal der Agrola-Tankstelle eine starke Linkskurve, fährt die Haltestelle «Hansmatt» an, bevor es seine Reise zum Bahnhof Stans über die Oberstmühle, die Sportanlage Eichli, Spichermatt und Länderpark fortsetzt.

Ist der Platz mit Fahrzeugen belegt, wendet der Bus mitten auf der stark befahrenen Hauptstrasse. Seit dem Fahrplanwechsel vom Dezember 2013 macht das Postauto je Richtung im Stundentakt diese Schlaufe.

«Wir sind nicht glücklich damit»

Ein Linienbus, der zweimal in der Stunde auf der Strasse ein Wendemanöver durchführt, mutet nicht nur seltsam an, sondern ist so auch nicht gewollt, sagt Simon Glauser, Mediensprecher der Postauto Schweiz AG. «Dieses Wendemanöver ist ein Provisorium und ist für alle Verkehrsteilnehmer hinderlich. Wir sind nicht glücklich damit.» So sei es auch schon zu Konfrontationen gekommen, wie etwa Ende November des vergangenen Jahres, als ein Postauto auf dem Areal der Tankstelle wenden wollte, was jedoch nicht gelang, weil ein Lastwagen die Durchfahrt versperrte. Man suche nach Lösungen.

So hätten vor rund einem Jahr erste Gespräch stattgefunden zwischen Postauto, Gemeinde Stans und dem kantonalen Amt für Mobilität. «Wir sind zuversichtlich, dass sich ein alternativer, besser geeigneter Wendeplatz finden lässt. Wir warten auf das Signal der Gemeinde», sagt Simon Glauser.

Am Kurs mit der Schleife wolle man aber festhalten, um die frequenzstarke Haltestelle «Hansmatt» auch weiterhin bedienen zu können, die täglich von rund 70 Passagieren benützt wird, was einem guten Wert entspreche. Eine Verlängerung zum Kreisel beim Restaurant Schützen sei keine Option, weil damit eine grössere Umwegfahrt entstehe und damit die Anschlüsse an die Züge in Stansstad und Stans nicht mehr gewährleistet werden könnten.

«Das Wendemanöver bei der Hansmatt ist nicht ideal. Wir suchen nach Lösungen», sagt die zuständige Stanser Gemeinderätin Sarah Odermatt auf Anfrage. Doch dafür brauche man auch das Einverständnis anderer Grundeigentümer, und es müssten die Verkehrsvorschriften eingehalten werden. Wegen der guten Frequenzen wolle man die Linienführung beibehalten.

Matthias Piazza


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