Verkehrsplaner hoffen auf die Vernunft der Autofahrer

STANS ⋅ Beim Länderpark-Kreisel sollen die Verkehrsflüsse besser getrennt werden. Damit will man insbesondere auch Auswärtigen helfen.

27. September 2016, 05:00

Seit einigen Tagen ist die Verkehrsführung beim doppelspurigen Länderparkkreisel deutlicher markiert. «Wer in Richtung Stans fährt, wird jetzt mit einem Signalbalken oberhalb der Fahrbahn darauf hingewiesen, in Richtung Stans Zentrum oder Ennetmoos den linken Fahrstreifen zu nehmen», sagt Strasseninspektor Kurt Gander, der die Anpassungen in der Baudirektion als Projektleiter begleitet hat. Wer zum Länderpark fahren will, soll gemäss der neuen Signalisation die rechte Fahrbahn befahren.

«Die heutige Situation wird mit den neuen Signalen und Markierungen verdeutlicht», sagt Gander. Wer anderseits von Stans herkommt, sieht auf dem Vorsignal am Strassenrand, dass er in Richtung Stansstad oder Autobahn angehalten ist, die rechte Spur im Kreisel zu benutzen, wer zum Länderpark will, die linke. Mit Bodenmarkierungen auf den Einspurstreifen wird dies zusätzlich hervorgehoben. Weggefallen sind in Richtung Stansstad die Busmarkierung und der Radstreifen. «Die Velofahrer werden ermuntert, aussen um den Kreisel herumzufahren und dort die Stansstaderstrasse neben dem Fussgängerstreifen zu queren», erklärt Gander. Das ganze Projekt sei als kleine Unterhaltsmassnahme zu verstehen.

Involviert war auch die Kantonspolizei Nidwalden. «Vor allem in Richtung Stans kommt es bei der Ausfahrt aus dem Kreisel immer wieder zu heiklen Situationen. Vereinzelt ist es auch zu Unfällen gekommen», sagt Lorenz Muhmenthaler, Chef der Verkehrs- und Sicherheitspolizei. «Insbesondere dann, wenn jemand, der das Ziel Dorfzentrum hat, auf der rechten Spur durch den Kreisel fährt.» Dann müssten die Automobilisten auf der inneren Kreiselspur entsprechend vorsichtig sein. «Die Vortrittsregel ist klar», betont Muhmenthaler: «Wer die Spur wechselt, hat keinen Vortritt.»

Verhindern, dass auch Automobilisten in Richtung Stans die rechte Spur nähmen, könne man gleichwohl nicht, so Muhmen­thaler. «Wir sind hier auch auf die Vernunft der Autofahrer angewiesen», sagt Kurt Gander. «Wir erwarten auch den Effekt, dass insbesondere auswärtige Lenker jetzt besser die richtige Spur finden.»

Martin Uebelhart


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