Bewunderung für Träume in Blech

NIDWALDEN ⋅ Am Wochenende hielt der Manta-Club Innerschweiz in Ennetbürgen sein Treffen ab. Neben dem Kult-Opel waren auch zahlreiche andere Modelle des deutschen Autobauers zu Besuch.
14. August 2017, 05:00

Martin Uebelhart

martin.uebelhart@nidwaldnerzeitung.ch

Hübsch aufgereiht standen die glänzenden Fahrzeuge auf den Rollwegen des Flugplatzes Buochs. Mantas, gehegt und gepflegt von ihren Besitzern, in allen Farben, teilweise original, teilweise etwas umgebaut. Um die 80 der Kult-Opel waren zu bewundern. Organisiert wurde das Manta-Fest vom Manta-Club Innerschweiz. Aus der ganzen Schweiz und dem nahen Ausland fanden die Fahrzeuge und ihre Besitzer den Weg nach Nidwalden.

Das Treffen sei beliebt, sagte Clubpräsident Josi Müller aus Emmenbrücke. Das führte er auch auf die Tatsache zurück, dass der Anlass einer der wenigen in der Szene sei, der zwei Tage dauere. «Die Leute schätzen es, wenn auch am Abend noch etwas läuft», so Müller. Viele hatten auch auf dem Flugplatz übernachtet. Hinter den parkierten Schätzen auf vier Rädern stand eine Zeltstadt. «Dieses Jahr haben wir auch noch vier, fünf Wohnwagen auf dem Platz. Die wünschen sich Strom und Wasser wie auf einem Campingplatz. Die Ansprüche steigen», meinte er.

Vor 30 Jahren sei der Manta ein Gebrauchsauto gewesen, sagte Müller. «Es ist ein Fünfplätzer mit einem 500-Liter-Kofferraum. Will man das heute, braucht man fast einen Kombi.» Müller selber hat seinen ersten Manta vor 34 Jahren gefahren, jetzt hat er zehn davon, der älteste hat 42 Jahre auf dem Tacho. Und heute freilich würden die Manta-Fans ihre Schätze nur zu besonderen Gelegenheiten und mit Vorliebe bei schönem Wetter fahren.

Das Wetter hatte die Kurve gerade noch gekriegt am Samstagnachmittag. Die Sonne zeigte sich und verdrängte die Regenwolken der Vortage.

Opel aus mehreren Jahrzehnten

Nicht nur Mantas waren zu sehen. Zu entdecken waren auch andere Opel-Modelle, von Oldtimern aus den 50er- und 60er-Jahren bis zu Modellen neueren Datums. Rund 300 bis 400 Besucher kamen auf den Platz. «Mehrheitlich ist es schon die Manta-Szene, die sich hier trifft», sagte Müller. Man brauche aber nicht unbedingt einen Manta, um im Club dabei zu seien, so der Präsident.

Mit dabei war auch Mandy Mathis aus Stansstad. Sie hatte einen Opel Meriva und einen schwarzen Corsa dabei. «Mir wurde die Faszination für Autos sozusagen in die Wiege gelegt», erzählte sie. Ihre Mutter und ihr Vater hätten eine Garage gehabt. «Und so bin ich schon als Kind im Über­gwändli in der Werkstatt herumgelaufen.» Es sei eine Leidenschaft, sagte sie. «Ich geniesse es, hier Gleichgesinnte zu treffen.» Und wenn die Zeit erlaube, besuche sie gerne andere Treffen. Hier packe sie auch selber mit an. «Ich bin Diätköchin in einem Seniorenzentrum. Da meinte der Club, ich sei die Richtige für die Küche der Festwirtschaft.»

Laufend fuhren am Samstag weitere Mantas und andere Opel-Modelle auf den Festplatz. Man kannte sich, die Reihen der geparkten Autos wurden immer länger. Nicht fehlen durfte das Fachsimpeln unter den Kennern: Ist noch der originale Motor drin? Was wurde an dem Gefährt sonst noch verändert? Hat es einen Preis eingeheimst? Bei Grill, Bar und Schlagerparty hielten es die Autofans noch lange aus.

  • (© Martin Uebelhart)
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Am Sonntag trafen sich die Mitglieder des Innerschweizzer Mantaclubs mit ihren Autos auf dem Flugplatz Buochs.


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