Bürgenstockstrasse ist Thema für Kirchgemeinde

STANSSTAD ⋅ Die Schulgemeinde will im kommenden Sommer die ehemalige Zivilschutzanlage in Beschlag nehmen. Dafür reicht der ursprüngliche Kredit aber nicht. Auch bei der Kirchgemeinde steht ein wichtiges Geschäft an.
15. November 2017, 07:21

Vielen Bürgern dürfte das Geschäft bekannt vorkommen: Bereits an der Schulgemeindeversammlung im Frühling 2016 wurde über einen Kredit von 400000 Franken für die Umnutzung der Zivilschutzanlage im Untergeschoss des Orientierungsschulhauses abgestimmt. Für die Allgemeinheit sollen Musikräume, ein Tanz- und Bastelraum, ein Sitzungszimmer, ein grosser Multifunktionsraum, eine einfache Küche, Sanitär­anlagen und Schränke als Lagerraum entstehen.

Nun steht das Geschäft wieder auf der Traktandenliste. An der Versammlung vom 28. November befinden die Stansstader über einen Zusatzkredit für 180000 Franken. «Im Laufe des Projektes haben wir gemerkt, dass der Kostenvoranschlag nicht eingehalten werden kann und die budgetierten 400000 Franken nicht genügen», erklärt Renato Stiz, der im Schulrat für das Projekt zuständig ist. «Wir hätten das Projekt massiv abspecken müssen und hätten den Kostenrahmen wohl trotzdem überschritten.»

Zudem seien neue Bedürfnisse dazugekommen. «So möchten wir auch Räume für die Musikschule einrichten, um die Platzverhältnisse zu entschärfen.» Im Zuge einer weiteren Begehung flossen noch weitere Optimierungen in das Projekt ein. So sind neu auch eine kontrollierte Lüftung, schallschluckende Decken, ein Internetanschluss, die Isolation alter Leitungsrohre und elektronische Türbeschläge geplant. Auch die alte Ölheizung soll demontiert und entsorgt werden. Oblichter sollen wenigstens in einem Teil der Räume für Tageslicht sorgen.

Umbauarbeiten während Sommerferien

Stimmen die Bürger auch dem 180000-Franken-Kredit zu, soll in den Sommerferien 2018 die ehemalige Zivilschutzanlage umgebaut werden. Für das kommende Jahr prognostiziert der Schulrat für seine Rechnung einen Mehraufwand von 232325 Franken – dies bei einem Aufwand von 7,8 und einem Ertrag von 7,6 Millionen Franken. Für die Planung einer sanften Renovation und Raumoptimierung im 1972 erbauten Oberstufenschulhaus reservierte der Schulrat 35000 Franken. Im Weiteren werden an den Schulanlagen Malerarbeiten durchgeführt, Böden erneuert und die Treppe beim alten Schulhaus in Obbürgen renoviert. Der Steuersatz soll bei 1,03 Einheiten bleiben.

Die Bürger der Kirchgemeinde befinden über einen Verkauf von 295 Quadratmeter Land an den Kanton. Dieser will die Bürgenstockstrasse bis zur Steigung auf der Höhe der Grünabfallsammelstelle um rund zwei Meter verbreitern. Bei der Einfahrt in die Stanserstrasse ist ein Kreisel geplant. Im Bereich der jetzigen Parkplätze soll ein Fussgängerstreifen mit Mittelinsel realisiert werden. Behindertengerechte Bushaltestellen sind ebenfalls geplant. Ein möglicher neuer Standort für die Parkplätze sieht der Kirchgemeinderat bei der heutigen Grünabfallsammelstelle. Die Bauarbeiten würde der Kanton bezahlen.

Zudem befindet die Kirch­gemeindeversammlung über ein Budget mit einem Minus von 136825 Franken (Aufwand 1,0 Millionen Franken, Ertrag 882000 Franken). Der Steuerfuss bleibt auch 2018 bei 0,35 Einheiten.

Aufwand und Ertrag halten sich die Waage

Die politische Gemeinde rechnet für kommendes Jahr mit einem ausgeglichenen Ergebnis. Aufwand und Ertrag halten sich mit je 10,3 Millionen Franken die Waage. Dies allerdings nur, weil die Gemeinde 484430 Franken aus den finanzpolitischen Reserven nehmen will. Die Investitionen sind mit 3,1 Millionen Franken veranschlagt.

 

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch


 

Hinweis

Gemeindeversammlung Stansstad: Dienstag, 28. November, 20 Uhr, Gemeindesaal, Kehrsitenstrasse 24, Stansstad. Kirchgemeindeversammlung: Sonntag, 26. November, 11.30 Uhr im ökumenischen Kirchgemeindehaus.


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