Drei Schwarzarbeiter in Stans und Buochs erwischt

NIDWALDEN ⋅ Am Dienstag hat die Kantonspolizei Nidwalden drei Männer festgenommen, die illegal auf einer Baustelle in Buochs gearbeitet hatten.
11. April 2018, 12:53

Am Dienstagvormittag hat die Tripartite Arbeitsmarktkommission (TAK) eine Baustelle in Buochs kontrolliert. Als die Mitarbeiter der TAK die Baustelle betraten, verliessen drei zunächst unbekannte Personen fluchtartig die Baustelle, wie die Kantonspolizei Nidwalden in einer Medienmitteilung schreibt. 

Die TAK-Mitarbeiter avisierten umgehend die Polizei, welche sogleich die Fahndung nach den drei Männern aufnahm. Diese führte in Buochs zu einer und in Stans zu zwei verdächtigen Personen, welche angehalten und festgenommen wurden. Für die Sachverhaltsaufnahme überführte die Polizei die drei Männer nach Stans auf den Polizeiposten. Die Abklärungen ergaben, dass es sich bei den drei angehaltenen Personen um diejenigen handelte, welche die Baustelle in Buochs zügig verlassen hatten. Alle drei Personen waren illegal in die Schweiz eingereist und gingen in der Schweiz einer illegalen Erwerbstätigkeit nach.

Kontrolle war eine Stichprobe

Die Kantonspolizei verzeigt nun die drei Mazedonier im Alter zwischen 17 und 33 Jahren wegen «rechtswidriger Einreise» sowie «Ausüben einer unbewilligten Erwerbstätigkeit» an die Staatsanwaltschaft. Zudem mussten alle drei Verzeigten Sicherheitsleistungen bezahlen. «Dabei handelt es sich um ein Bussendepot», sagt Thomas Laternser, zweiter stellvertretender Leiter der Kriminalpolizei, auf Anfrage. Dies werde bei ausländischen Personen ohne Wohnsitz in der Schweiz üblicherweise einverlangt. Weitere Abklärungen laufen zudem, wie und von wem die Männer auf der Baustelle beschäftigt waren. Vorbehalten bleiben laut der Medienmitteilung noch die fremdenpolizeilichen Massnahmen der Migration Nidwalden. «In der Regel bedeutet das, dass diese Personen weggewiesen werden», sagt Sabine Olivier, Leiterin des Amts für Justiz, auf Anfrage.

Die Kontrolle der TAK der Kantone Uri, Obwalden und Nidwalden in Buochs sei als Stichprobe durchgeführt worden, sagt Kilian Jauch, Leiter der Vollzugsstelle der Kommission. Auf weitere Details könne er aufgrund laufender Ermittlungen nicht eingehen.

Martin Uebelhart

martin.uebelhart@luzernerzeitung.ch


Anzeige: