Kinobetreiber: «Durch Medienberichte wurden Leute auf uns aufmerksam»

STANS ⋅ Vis-à-vis des Länderparks gibt es seit Anfang Juli ein Kino. Die Beschriftung fehlt noch immer. Für Betreiber Bruno Arnold ist dies kein Versäumnis. Er beklagt sich nicht über Mangel an Besuchern – im Gegenteil.
10. August 2017, 07:46

Seit ziemlich genau einem Monat hat Nidwalden mit AFM Cinema nach über vier Jahren wieder ein Kino. Die Bildhaus GmbH betreibt vis-à-vis des Länderparks in Stans ein Kino mit zwei Sälen für 103 beziehungsweise 80 Personen. Betreiber Bruno Arnold spricht von einem geglückten Start.

Bruno Arnold, wie sieht die Bilanz nach einem Monat Kinobetrieb aus?

Wir sind über den Start hocherfreut. In den ersten Tagen nach Eröffnung kamen viele aus Neugier. Mit gegen 30 Kinobesuchern pro Saal – an gewöhnlichen Wochentagen – sprechen wir von sehr guten Zahlen. Einen solch tollen Start hatten wir mit unserem Kino in Sins nicht.

Wie erklären Sie sich diesen Erfolg trotz Nähe zur Kinohochburg Luzern?

Den Nidwaldnern fehlte ein Kino. Wir schliessen diese Angebotslücke. Sie schätzen, dass sie nicht mehr nach Luzern müssen, oder gingen vorher gar nicht ins Kino. Der Standort Stans hat auch für Eltern einen Vorteil. Ihre Kinder werden auf dem Weg ins Kino nicht noch von tausend Sachen abgelenkt wie in Luzern.

Warum zieht Kino immer noch – in Zeiten von Internet-Streaming?

Das Kino hat zwei grosse Vorteile gegenüber dem Fernsehen. Einen Kinofilm erlebt man gemeinsam. Auch die spezielle Atmosphäre im Kinosaal bringt man im Wohnzimmer nicht hin.

Was auffällt: Ihr Kino ist draussen noch immer nicht angeschrieben. So entgehen Ihnen doch Besucher.

Unter anderem durch Mundpropaganda und Medienberichte wurden die Leute auf uns aufmerksam. Die Projektoren und die übrigen für die Filmvorführungen notwendigen Einrichtungen hatten Priorität. Die Aussenbeschriftung, die Tische im Foyer und weitere Feinheiten kommen als Nächstes.

Interview: Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch


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