Stanserhorn-Bahn: Ein Buch für die 125-jährige Geschichte

NIDWALDEN ⋅ Aus der Idee, zum 125-Jahr-Jubiläum der Bahn ein Buch herauszugeben, ist ein faszinierendes Werk geworden. Darin sind wahre Hingucker zu entdecken. Und Verleger Martin von Matt hegt einen besonderen Wunsch.
15. November 2017, 05:00

Sepp Odermatt

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Nach dem Motto «Weniger ist mehr» fasst Jürg Balsiger, Direktor der Stanserhornbahn, die vergangene Saison zusammen: «Wir sind zufrieden. Zwar fanden etwas weniger Gäste als im Vorjahr den Weg aufs Horn, die Qualität unserer Dienstleistungen jedoch ist gestiegen. Und darauf legen wir auch in Zukunft grossen Wert.» Qualitativ hochstehend ist auch das neue Buch über das Stanserhorn, das an der Uistrinket am vergangenen Sonntag vorgestellt wurde. Quasi als Startschuss zum 125-Jahr-Jubiläum im kommenden Jahr ist dieses Prunkstück entstanden, das aber keinesfalls nur als Jubiläumsbuch bezeichnet werden darf, wie Verleger und Projektleiter Martin von Matt betont. Er ist stolz auf das Werk, an dem sehr kompetente Persönlichkeiten mitgearbeitet hätten.

Konzept mit sechs Geschichten

Mit Herzblut und Feingefühl sind die Reportagen und Bildbeschreibungen von Christian Hug verfasst worden. Dem versierten Buchautor ist es gelungen, ein Werk zu schaffen, das inhaltlich, bildlich und konzeptionell überzeugt. Die Texte wirken authentisch, sind leicht verständlich, spannend und laden teilweise zum Schmunzeln ein. Da wird aus Sicht einer Gästebegleiterin (Rita Odermatt), eines Gastes (Cornelia Kayser) und eines Rangers (Othmar Achermann) erzählt. Aber auch der Wäger (Sepp Lussi), der Koch (Christian Dierenbach) und der Techniker (Noldi Flury) kommen zu Wort.

Überwältigend sind die Bilder. Was Fotograf Christian Perret geleistet hat, verdient ein grosses Kompliment. Nicht nur das Titelbild – ein Blick vom alten Tunnel aus – ist ein Hingucker. Auch die wunderbaren Fotos zur Einstimmung im vorderen Teil des Buches sind Kunstwerke. Gestochen scharfe Ablichtungen führen den Betrachter in eine Welt der Träume, der Sehnsucht und der Emotionen. Und doch ist diese Welt, dieser Berg, diese Bahn pure Realität.

Gelungene Zusammenarbeit auf allen Ebenen

Im historischen Teil findet der Leser allerlei Interessantes, das fein säuberlich zu einer Einheit verkommt. Von technischen Entwicklungen über den Grossbrand vom Oktober 1970 bis zu den alten Werbeprospekten, berichtet Christoph Berger, ein Kenner der Geschichte über die Stanserhornbahn. Er ist in Stans aufgewachsen und besitzt eine grosse Sammlung von historischen Dokumenten.

Ihren Beitrag zum gelungenen Werk leisteten auch Produktionsleiter Erich Keiser von der Druckerei Odermatt in Dallenwil und Roger Goldmann, der für die Gestaltung und die grafische Umsetzung verantwortlich gewesen ist. «Den schönen Berg mit der einzigen Cabrio-Bahn der Welt immer wieder neu entdecken. Mit Menschen, die am Stanserhorn leben und arbeiten. Mit überraschenden Bildern. Mit einem Blick in die Geschichte der Bergbahn. Und mit Begeisterung», heisst es auf der Rückseite des Werks mit dem Titel «Stanserhorn – Zukunft aus Tradition». Diese Worte treffen den Nagel auf den Kopf.

Zusätzlich findet der Leser im Buch ein Geschenk: ein Jubiläumsbillett (Berg- und Talfahrt) für einen Ausflug auf den Stanser Hausberg. Da darf man gespannt sein, ob der Wunsch von Verleger Martin von Matt in Erfüllung geht: «Dieses Jahr sollte unter jedem Christbaum in Nidwalden das neue Stanserhorn-Buch liegen.»

Hinweis

Das neue Stanserhorn-Buch mit integriertem Billett kann bei der Buchhandlung von Matt, bei der Bahn oder am Weihnachtsmarkt in Stans (9./10. Dezember) für 78 Franken gekauft werden.


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