Einsatz gegen eine Problempflanze

NIDWALDEN ⋅ Die Borstenhirse ist unbeliebt auf Grasweiden. Der Kanton beteiligt sich an einem Projekt, das die Eindämmung der Grassorte zum Ziel hat.
17. Juli 2017, 07:37

Über 20 Nidwaldner Bauernfamilien engagieren sich gemeinsam für die Bekämpfung der Borstenhirse im Rahmen des Beratungsprojektes «Klima- und standortangepasste Bewirtschaftung gegen Problempflanzen im Grünland».

Das Projekt wurde 2016 vom Forum Landwirtschaft Nidwalden zusammen mit der Forschungsanstalt Agroscope, der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Futterbaus (AGFF) und dem Beratungs- und Bildungszentrum Hohenrain (BBZN Kanton LU) mit Unterstützung der Agrofutura ins Leben gerufen. Vermehrte Trockenperioden im Sommer fördern das Wachstum und die Verbreitung des Problemgrases. Die Versuche auf den Feldern, kombiniert mit der Beratung und einem Erfahrungsaustausch, haben diesen Frühling begonnen, wie die Landwirtschafts- und Umweltdirektion in einer Mitteilung schreibt.

Verantwortliche hoffen auf Erkenntnisse

«Der Start ist erfolgreich verlaufen», sagt Andreas Egli, Vorsteher des Amts für Landwirtschaft, im Gespräch mit unserer Zeitung. «Das Projekt dauert bis 2020 und wir erhoffen uns dadurch Erkenntnisse, wie die Borstenhirse eingedämmt werden kann.»

Futterbauspezialisten des BBZN begleiten sechs von der Borstenhirseproblematik betroffene Betriebe in Buochs, Ennetbürgen und Ennetmoos. Zudem machen Agroscope und AGFF auf zwei Wiesenstücken in Buochs und Ennetbürgen wissenschaftliche Feldversuche.

Die Borstenhirse ist bei den Landwirten nicht beliebt. Als Viehfutter ist ihr Wert nur gering, und als Dürrfutter kann sie zu Mund- und Rachenverletzungen beim Vieh führen. (mu)


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