Enges Kreuzen soll bald vorbei sein

OBERDORF ⋅ Zu schmal, beschädigt und zu wenig belastbar: Für 1,85 Millionen Franken will der Gemeinderat die Verbindungsstrasse zwischen dem Kreisel Wil und dem Bahnübergang Wilrank sanieren. Das letzte Wort haben die Bürger an der Urne.
08. November 2017, 05:00

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Gegen 1600 Fahrzeuge sind täglich auf der rund 800 Meter langen Wilstrasse unterwegs, zwischen dem Kreisel Wil bei der Swissint und dem Bahnübergang Wilrank. Der rege Verkehr hinterliess seine Spuren. «Der Belag ist an gewissen Stellen stark beschädigt, eine Sanierung ist unausweichlich», sagt Gemeinderat Adrian Scheuber. Als weiteren Mangel erwähnt er die schmale Fahrbahnbreite von fünf Metern, welche das Kreuzen grösserer Fahrzeuge erschwere. Die ungenügende Belagsstärke reduziere zudem die Tragfähigkeit, was weitere Schäden zur Folge habe. Auch entspreche die Strassenentwässerung nicht mehr den gültigen Normen und Gesetzen.

Bei der letzten Teilsanierung vor 14 Jahren – sie kostete knapp 200000 Franken – habe man sich laut Scheuber auf den ordentlichen Strassenunterhalt beschränkt und bei auftretenden Belagsschäden auf örtliche Reparaturen.

Fahrbahn wird um einen halben Meter breiter

Im vergangenen Jahr hat die Gemeindeversammlung einem Planungskredit von 120000 Franken zur Sanierung der Strasse zugestimmt. Das Projekt sieht nun nicht nur den kompletten Ersatz des Strassenbelags vor. Auch die Fahrbahn wird von fünf auf fünfeinhalb Meter verbreitert. Das Trottoir bleibt dabei zwei Meter breit. Trotzdem ist dafür nur ein minimaler Landerwerb nötig. Möglich ist dies laut Scheuber, weil die Fläche des heutigen ­Banketts, also des Randstreifens neben der Fahrbahn, welcher sich im Eigentum der Gemeinde befindet, ebenfalls für die Strasse genutzt wird. Das Regenwasser wird neu über einen rund 80 Zentimeter, mit Humus bedeckten Geländestreifen eingeleitet. Der unterhaltsame und begrünte Versickerungsstreifen soll die nicht mehr zulässigen, unterirdischen Sickerschächte ersetzen.

«Die Gespräche mit den rund 30 betroffenen Grundeigentümern sind grossmehrheitlich sehr positiv verlaufen. Einer Sanierung sollte grundsätzlich nichts mehr im Wege stehen», gibt sich Adrian Scheuber optimistisch. Nicht zur Diskussion habe eine Umgestaltung der Strasse gestanden. So bleiben die Tempo-30-Zone respektive die Höchstgeschwindigkeit von 50 bestehen. «Die Strasse soll ihren Charakter als Verbindungsstrasse zwischen der Engelbergstrasse und dem Kreisel Wil beibehalten.»

Stimmen die Oberdorfer Stimmberechtigten am 26. November der Vorlage an der Urne zu, sollen bereits im Februar des kommenden Jahres die Baumaschinen auffahren. Die Zufahrt zu den Liegenschaften sei während der halbjährigen Bauzeit jederzeit gewährleistet.

Hinweis

Am Montag, 13. November, können Interessierte zwischen 17 und 20 Uhr im Gemeindehaus Oberdorf den Verantwortlichen Fragen stellen und die Projektunterlagen studieren.


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