«Das Rolling-Stones-Konzert war gigantisch»

ENNETBÜRGEN/HAMBURG ⋅ Rocken die Rolling Stones, ist auch Markus Murer dabei. Am Samstag erlebte er ein Highlight.
13. September 2017, 07:15

82 000 Zuschauer erlebten den kürzlichen Auftritt der Rolling Stones im Hamburger Stadtpark. Und mitten in der jubelnden Menge war Markus Murer. Seit er 14 Jahre alt ist, ist die Band seine grösste Leidenschaft. Seit seinem ersten Konzert 1976 im Zürcher Hallenstadion war der 64-jährige Elektromonteur aus Ennetbürgen europaweit schon an über 30 Konzerten mit dabei, so auch am vergangenen Samstagabend.

 

Markus Murer, wie haben Sie das Konzert in Hamburg erlebt?

Es war gigantisch, die Bühne war sackstark. Vor allem begeisterte mich, dass die Rolling Stones rare Songs spielten – zum Beispiel «Dancing With Mr. D», welches das letzte Mal 1973 live gespielt wurde. Mick Jagger verabschiedete mich als Letzten. Bei seiner Abreise vom Park-Hyatt-Hotel fuhr er in seiner schwarzen Mercedes-Limousine an mir vorbei, rollte das Fenster runter, lachte und winkte mir zu. Das war für mich persönlich eines der Highlights am Hamburger Konzert, erst recht, wenn man bedenkt, dass man für eine direkte Begegnung mit den Rolling Stones satte 12500 Euro pro Person zahlen musste.

Kennt Mick Jagger Sie denn persönlich?

Vom Sehen her bestimmt, davon bin ich überzeugt.

Was fasziniert Sie denn an den Rolling Stones?

Sie sind die beste Rock-’n’-Roll-Band der Welt. Ich finde es toll, dass die Band nach über 50 Jahren immer noch zusammen ist.

Was erlebten Sie schon alles mit der Band?

2006 gewann ich in einem Wettbewerb und durfte die Band vor ihrem Konzert in Dübendorf backstage persönlich treffen. Charlie Watts, den Schlagzeuger, den ehemaligen Bassisten Bill Wyman sowie den langjährigen Gitarristen Mick Taylor traf ich bei verschiedenen Gelegenheiten persönlich, die vielen Gastmusiker der letzten Jahre ebenfalls. Im Jahr 2003 konnte ich eines der raren Klubkonzerte der Stones besuchen – im legendären «Olympia» in Paris. Ron Wood winkte mir von seinem Balkon im «The Dolder Grand» in Zürich zu. Der Leibwächter von Keith Richards überreichte mir vor Jahren eines seiner Gitarrenplättchen. Am Konzert in Prag 2003, wo Mick Jagger seinen 60. Geburtstag feierte, wurde ich gar als grösster Fan der Rolling Stones im tschechischen Staatsfernsehen porträtiert.

Wie ist Ihre Liebe zu den Altrockern entstanden?

Als ich 14 Jahre alt war, spielte mir ein Freund eine Platte der Stones vor. Ich war sofort von ihrem Stil begeistert.

Warum haben Sie nach über 30 Konzerten und rund 50 Jahren immer noch nicht genug von den Stones?

Die Band entwickelt sich immer weiter, bringt neue Songs hervor. Das fasziniert mich an den Stones. Das Hobby geht zwar schon ziemlich ins Geld. Aber das ist es mir wert. Ich freue mich auf die Pensionierung, dann habe ich dafür noch mehr Zeit.

Interview: Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch


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