Die Feuerwehr ist mit zwei «Sprintern» unterwegs

WOLFENSCHIESSEN ⋅ Die Feuerwehr konnte in die Jahre gekommene Fahrzeuge ersetzen. Sie präsentierte Neuanschaffung und Occasion der Bevölkerung.
09. Oktober 2017, 04:38

Die Feuerwehr Wolfenschiessen hat am Samstagvormittag ihren ganzen Fahrzeugpark auf den Vorplatz des Feuerwehrlokals mitten im Dorf gestellt: Einerseits wollte sie sich der Bevölkerung zeigen, andererseits wurden zwei neue Fahrzeuge geweiht.

Der zuständige Gemeinderat Eugen Dornbierer erinnerte an einen Hausbrand im Jahr 1917, den er in der Chronik gefunden hatte. «Damals kamen die Bürer und Dallenwiler den Wolfenschiessern zu Hilfe.» Unterstützung sei auch aus Stans eingetroffen. «Die 40 Mann samt Material kamen mit dem Zug.»

Heute gehe dies schneller, schliesslich könne sich die Feuerwehr Wolfenschiessen jetzt auf zwei «Sprinter» verlassen. Er spielte damit auf den gleichnamigen Kleintransporter-Typ von Mercedes-Benz an. Den einen Sprinter – einen Neuwagen – hat die Feuerwehr bereits letztes Jahr neu erhalten. Das 105000 Franken teure Fahrzeug löste eines aus den Neunzigerjahren ab.

Schon fast 20 Jahre hat der zweite Sprinter auf dem Buckel, den die Feuerwehr vor dem Sommer in Empfang nehmen durfte. «Wir mussten beim Gebirgslöschzug Oberrickenbach den in die Jahre gekommenen Pinzgauer ersetzen», erzählte Feuerwehrkommandant Reto Gabriel den interessierten Zuhörern. Das Geländefahrzeug aus den Sieb­zigerjahren sei langsam, aber sicher nicht mehr so zuverlässig gewesen wie gewohnt. «Schon seit etwa zwei Jahren hatten wir die Augen offen gehalten, um ein Occasionsfahrzeug als Ersatz beschaffen zu können.» Man habe Stützpunktfeuerwehren in der ganzen Schweiz angeschrieben, da diese ihre Fahrzeuge regelmässig und eher früher ersetzen. Mehr per Zufall sei man dann im Kontakt mit der Stützpunktfeuerwehr Altdorf auf den Sprinter gestossen und habe ihn übernehmen können. «Wir konnten den Pinzgauer für die Gemeinde kostenneutral ersetzen», so Gabriel.

24 Mann gehören dem Gebirgslöschzug an

Der Gebirgslöschzug Oberrickenbach, der unter der Leitung von Guido Waser steht, hat jetzt wieder zwei Fahrzeuge zur Verfügung, die für das weitläufige Gebiet geeignet sind. Neben dem Altdorfer Sprinter ist auch noch ein Toyota-Kleinlöschfahrzeug mit einer starken Pumpe im Einsatz. Dem Gebirgslöschzug gehören 24 der insgesamt 88 Mitglieder der Feuerwehr Wolfenschiessen an. Er leistet bei Bränden oder auch Elementarereignissen den Ersteinsatz, bis bei Bedarf die Verstärkung aus dem Tal anrückt.

 

Martin Uebelhart

martin.uebelhart@nidwaldnerzeitung.ch


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