Geld für auf und neben dem Rasen

HERGISWIL ⋅ Der Kunstrasen des Sportplatzes Dorf soll nach zehn Jahren ersetzt werden. Zudem entscheiden die Hergiswiler über die Einführung einer offenen Jugendarbeit.
18. Mai 2017, 09:05

Kurt Liembd

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

 

Der Sportplatz Dorf wird seit Jahrzehnten von Schule, FC Hergiswil und weiteren intensiv genutzt und erfreut sich grosser Beliebtheit. Vor zehn Jahren wurde der Natur- durch einen Kunstrasen ersetzt. Nun zeigt die Spielfeldoberfläche wegen intensiver Belastung und Witterungseinflüssen Abnützungserscheinungen. Damit hat der Platz die vom Hersteller angegebene Lebensdauer erreicht. Konkret heisst das: Die Fasern des «Kunstgrases» sind nicht mehr standfest und können maschinell nicht mehr aufgerichtet werden. Sie knicken ab. Zudem wurde das Spielfeld an den Nahtstellen infolge Witterungseinflüssen brüchig mit entsprechender Sturz- und Verletzungsgefahr. Dies hat den Gemeinderat bewogen, der Gemeindeversammlung vorzuschlagen, das gesamte Rasenspielfeld zu erneuern.

Der Kredit dafür beträgt 510 000 Franken. Gemeinderat und Liegenschaftschef Walter Mösch: «Als Ersatz erhalten wir einen Kunstrasen der neusten Generation.» Zudem erklärt Mösch, dass gleichzeitig der Zustand der übrigen Sportplätze überprüft werde. Eine Machbarkeitsstudie sei bereits in Auftrag gegeben worden.

Ferner haben die Stimmberechtigten über ein dreijähriges Pilotprojekt für offene Jugendarbeit zu bestimmen. «Aktuell besteht in Hergiswil weder eine offene Jugendarbeit noch ein Jugendtreff», sagt Gemeindepräsident Remo Zberg. Geplant ist die Anstellung von zwei Mitarbeitern in einem 60-Prozent- beziehungsweise einem 40-Prozent-Pensum. Zudem soll im Schulhaus Matt ein Jugendtreff eingerichtet werden.

Nur mit professioneller Leitung sinnvoll

Für diese drei Jahre beantragt der Gemeinderat ebenfalls 510 000 Franken. Zu den Kosten sagt Remo Zberg: «Ein Jugendtreff ist nur sinnvoll, wenn er professionell begleitet wird.» Auf die Frage der Notwendigkeit verweist Zberg auf eine von der Unicef durchgeführte Standortbestimmung, welche Defizite bei der Hergiswiler Jugendförderung aufzeige. Zudem erwähnt Zberg die Bedarfsanalyse, die der Gemeinderat von einem Fachbüro in Luzern, der Inplus GmbH, habe erstellen lassen.

Schliesslich haben die Hergiswiler über die Jahresrechnung 2016 sowie die Einbürgerung von zwei deutschen Männern und einer Portugiesin zu befinden. Die Rechnung ist wie gewohnt «erfreulich», wie es Finanzchef Alfons Ventrone ausdrückte. Die Erfolgsrechnung schliesst mit einem Verlust von 576000 Franken. Budgetiert war ein solcher von 800000 Franken. Dies bei Einnahmen und Ausgaben von rund 34 Millionen.

Zwei wichtige Zahlen stechen dabei ins Auge: Der Beitrag in den kantonalen Finanzausgleich war mit 12,4 Millionen ein Rekord und höher als der gesamte Personalaufwand. Bemerkenswert auch: Die Steuereinnahmen sind im Vergleich zum Vorjahr um rund 1,5 Millionen gestiegen. Trotz des kleinen Verlusts beträgt das Eigenkapital in Hergiswil immer noch 85,7 Millionen Franken. Wiederum erfreulich ist auch die Jahresrechnung der Kirchgemeinde, die von Kirchenkassier Markus Luther den Medien präsentiert wurde. Da die Kirchensteuern in Hergiswil reichlich flossen, beträgt der Überschuss im vergangenen Jahr 620000 Franken.

Hinweis

Gemeindeversammlung Hergiswil, Dienstag, 23. Mai, 19.30 Uhr, Loppersaal.


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