Ihre Masken sind auch während des Jahres gefragt

STANS ⋅ Elbenkriegerinnen mit spitzen Ohren und roten Haaren bereicherten die diesjährige Fasnacht. «Das Sujet aus dem Film ‹Hobbit› faszinierte uns. Wir haben uns in der Runde aus sechs Vorschlägen einstimmig dafür entschieden», sagte Monika Kayser dazu.
13. Februar 2018, 18:29

 Zusammen mit zwei weiteren Frauen und fünf Kindern geht sie jedes Jahr verkleidet und maskiert an die Fasnacht. «Wir waren schon als ledige Frauen zusammen unterwegs. Und jetzt nehmen wir unseren Nachwuchs mit», erzählte sie.

Mit dem Motto landete die Gruppe einen Volltreffer. «Die Leute haben extrem Freude.» Ein erstes Highlight erlebten die Elbenkriegerinnen am Schmutzigen Donnerstag. «Unter den befreundeten Fasnachtsgruppen ist der Gwunder immer sehr gross, wer hinter den Masken steckt. Im Morgengrauen wurde das Geheimnis gelüftet. Die Überraschung war teilweise gross», erzählte sie.

Dafür wird auch Aufwand betrieben. Denn es sei Ehrensache, dass man jedes Jahr mit einem neuen Sujet aufwarte. Auch mit dem diesjährigen Ergebnis sei man zufrieden. «Wir haben mega Freude am Sujet.» Zwar wird jede Verkleidung nur an einer Fasnacht getragen. Doch weggeworfen werde nichts. «Ich lege alles auf die Seite. Mein Estrich platzt aus allen Nähten», erzählte sie lachend. Die immer grösser werdende Sammlung hat sich in ihrem Bekanntenkreis herumgesprochen. «Ich erhalte immer wieder Anfragen von Leuten, die auf der Suche nach einem Kostüm oder einer Maske sind. So lieh ich auch schon ein Säuli- oder ein Fliegeroutfit aus.»

Zum «Gässlen» geht es nach Luzern

An der Fasnacht schätzt sie vor allem die Geselligkeit. «Man kommt mit Leuten zusammen, die man unter dem Jahr nicht sieht.» Ihre Begeisterung dafür nahm ihren Anfang allerdings nicht in Stans, sondern in Luzern. «Meine Mutter als Luzernerin nahm mich immer an die Luzerner Fasnacht mit.» Monika Kayser mag beides. «In Stans schätze ich das Urchige, in Luzern die maskierten Gestalten in den Gassen der Altstadt.» Und so waren die Stanser Elbenkriegerinnen auch in Luzern anzutreffen – beim «Gässlen».

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch


Leserkommentare

Anzeige: