Jungbürgerfeier wird zum Event

WEISCH NU...? ⋅ Unsere Zeitung blickt zurück auf den Dezember vor zehn Jahren, als die Jungbürgerfeier in Stans aufgepeppt und der mutmassliche Brandstifter eines Obwaldner Hotels freigesprochen wird.
21. Dezember 2017, 04:40

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Der Rückblick auf den Dezember 2007 startet in Stans. Die neue, aufgepeppte Version der Jungbürgerfeier bewährt sich. 67 junge Stanser kommen an die Young-Generation-Party mit Rockmusik und Fondue chinoise.

Betriebe, die Lehrlinge ausbilden, sollen Zusatzpunkte erhalten und so bei öffentlichen Aufträgen bessere Chancen haben, verlangt im Dezember 2007 die damalige Landrätin Jeannine Schori vom Demokratischen Nidwalden (heute Grüne) in einer Motion. Sie begründet diesen Lehrlingsbonus damit, dass die Ausbildung von Lehrlingen grosse Anforderungen an die Betriebe stelle und hohe Kosten verursache.

Sarner Kollegi-Kirche mit neuer «Aussenhaut»

Die Baugerüste sind entfernt, nun erstrahlt die Sarner Kollegi-Kirche nach einer umfassenden Aussenrenovation in neuem Glanz. Die Kosten von rund 900 000 Franken werden durch die Kollegi-Stiftung, Beiträge von Bund und Kanton sowie Spenden gedeckt.

Knapp vier Jahre nach dem Brand des Sporthotels Kurhaus auf der Frutt wird der mutmassliche Brandstifter freigesprochen. Direkte Beweise, dass der Angeklagte den Brand gelegt habe, gebe es keine, heisst es in der mündlichen Urteilsbegründung. Und die von der Staatsanwaltschaft vorgelegten Indizien reichten für einen Schuldspruch nicht aus.

Das Unwetter im August 2005 hat Engelberg unter Wasser gesetzt. Dabei rutschten 48 Meter der einzigen Strassenverbindung weg, Engelberg war auf der Strasse von der Aussenwelt abgeschnitten. Rechtzeitig zur Wintersaison wird die bergseitige Fahrspur des neuen Lehnenviadukts vor Engelberg wieder dem Verkehr übergeben.

Aufnahmestopp für Junioren

Beim Fussballclub Sarnen herrscht Platznotstand. Über 200 Junioren und 150 Aktive müssen sich mit einem einzigen Spielfeld begnügen. Denn der Sportplatz Hasli wurde durch das Hochwasser 2005 vollständig zerstört und seither nicht ersetzt. Es können zurzeit keine fussballbegeisterten Buben und Mädchen mehr in den Club aufgenommen werden.

Die Jury wählt zum Projektwettbewerb Lido Sarnen einstimmig einen Gewinner. Das Siegerprojekt Imago bezeichnet die Jury als verblüffend und extravagant. Im Zentrum des Projektes steht ein zweigeschossiges, transparentes Gebäude, in dem ein 25-Meter-Freibad im Obergeschoss eingebettet liegt, das bis ins Erdgeschoss hinunterreicht. Genau darin liege die Extravaganz, heisst es im Bericht der Jury: ein erhöhtes Freibad mit direktem Blick auf See und Bergwelt.

In neuen Gondeln auf den Berg

Die neue Gondelbahn Emmetten–Stockhütte ist in Betrieb. Die Bahn mit ihren neuen Sechserkabinen kostete rund 8 Millionen Franken und kann 600 Personen pro Stunde befördern. Die bisherige Linienführung wurde beibehalten.

Die Wiedereröffnung des Stanser Pestalozzi-Schwimmbades verzögert sich. Nachdem die veraltete Schwimmbadtechnik auf den neusten Stand gebracht worden ist, hätte ab Anfang Januar wieder Schwimmunterricht erteilt werden sollen. Daraus wird nichts. Ursache für die Verzögerung sind Arbeiten an der Schwimmbaddecke und der Fensterfront. Diese waren ursprünglich erst im Verlaufe von 2008 geplant. Sie werden wegen des günstigen Grundwasserspiegels vorgezogen.

Der Dorfeingang erhält eine luftige Skulptur

Eine Skulptur ziert nun den Acheregg-Kreisel am seeseitigen Dorfeingang von Stansstad. Die fünf Meter hohe Plastik aus Chromnickelstahl wurde von der Stansstader Künstlerin Carmen Annen entworfen. Unter dem Titel «Welle und Segel» nimmt sie Bezug auf den nahen Vierwaldstättersee, wo der Wind mit seiner Energie Wellen erzeugt und Segelschiffe in Fahrt bringt.


Leserkommentare

Anzeige: