Kleineres, aber trotzdem erfreuliches Plus

EMMETTEN ⋅ Der Überschuss der politischen Gemeinde fällt zwar etwas kleiner aus als budgetiert. Das hat aber seinen guten Grund. Auch die Schulgemeinde freut sich über ihren Rechnungsabschluss.
16. Mai 2017, 06:56

Die Rechnung der politischen Gemeinde, über welche die Emmetter an der Gemeindeversammlung vom Freitag abstimmen, schliesst mit einem Überschuss von 77200 Franken ab. Damit ist das «sichtbare» Plus etwas kleiner als erwartet. Denn im Budget war noch von 136160 Franken die Rede. Mehraufwendungen gab’s unter anderem wegen der Anschaffung neuer Wegweiser infolge Flurnamenbereinigung, die ins Jahr 2016 verschoben wurde. Auch die Kulmplattform wurde erst im vergangenen Jahr erstellt. Schlechter als budgetiert fielen die Zahlen auch beim Posten Wirtschaftliche Hilfe aus. Mit 192600 Franken waren die Kosten fast doppelt so hoch wie budgetiert. Die grössten Abweichungen gab’s beim Kostenersatz an auswärts wohnhafte Gemeindebürger und bei der direkten wirtschaftlichen Sozialhilfe. Höher als geplant fielen die Kosten beim Unterhalt vom Leitungsnetz und der Reservoire aus.

Gemeinderat Andreas Näpflin schreibt von einem «unsichtbaren» grossen Plus. Denn in der Rechnung seien bereits zwei Vorfinanzierungen berücksichtigt: 250000 Franken für die Strassen und 115000 Franken für die Strassenbeleuchtung. Dies mache Sinn, da eine in Auftrag gegebene Studie «Unterhalts- und ­Finanzplanung Strassen, Geh­wege und Bushaltestellen» grosse Investitionsausgaben in den nächsten 35 Jahren vorsehe. Zudem wurden die restlichen Aktien der Bergbahnen Beckenried-Emmetten AG ausserplanmässig abgeschrieben.

Die grössten Mehrerträge zeigten sich in den Fiskalabgaben (70000 Franken), im Finanzausgleich (98000 Franken) und in den Grundstückgewinnsteuern (223000 Franken). Die Nettoverschuldung pro Einwohner hat sich von 3371 Franken 2015 auf 3629 Franken im vergangenen Jahr erhöht. Die Nettoinvestitionen betrugen im vergangenen Jahr 998906 Franken (Vorjahr 1,6 Millionen Franken).

Gutes Jahr auch dank mehr Steuereinnahmen

Auf ein gutes Rechnungsjahr kann auch die Schulgemeinde zurückblicken – mit einem Gewinn von 123880 Franken. Budgetiert war ein Minus von 50161 Franken. Dazu trugen vor allem Mehreinnahmen bei den Steuern inklusive Finanzausgleich, das Nichtausschöpfen des Budgets für externe Berater, Einsparungen im Energiebereich und Budgettreue bei, schreibt Schulrätin Karina Eberli. Aufgrund des sich in der Planungsphase befindlichen Schulhausneubaus wurde eine Vorfinanzierung von 100000 Franken beschlossen. Die Rechnung der Kirchgemeinde schliesst bei einem Gesamtaufwand von 483986 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 30212 Franken ab. Zu diesem Überschuss konnten noch zusätzliche finanzpolitische Reserven gebildet werden, heisst es. Einsparungen gab es infolge Neuorganisation des Oberstufenunterrichtes bei den Löhnen und den Dienstleistungen Dritter. Auch erhielt die Kirchgemeinde nicht budgetierte Beiträge an die Investition der neuen Parkplätze vor der Kirche und für den neuen Oberstufenunterricht. Der Ertragsüberschuss wird dem Eigenkapital gutgeschrieben.

 

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Hinweis

Gemeindeversammlungen: Freitag, 19. Mai, ab 20 Uhr, Mehrzweckraum Schulhaus II.


Leserkommentare

Anzeige: