Lobby für Nidwaldner Kleinseilbahnen gegründet

SEILBAHNEN ⋅ Die gefährdeten Kleinseilbahnen im Kanton Nidwalden sollen nicht ihrem Schicksal überlassen werden. In Oberrickenbach ist am Donnerstag der Verein "Freunde der Kleinseilbahnen" gegründet worden. Die Lobby zählt rund 300 Mitglieder.
15. Juni 2017, 18:00

Der Verein will dazu beitragen, dass möglichst viele der kleinen Seilbahnen erhalten bleiben (wir berichteten). In Nidwalden hatten früher rund 40 Seilbahnen eine Bewilligung, Personen zu transportieren. Heute sind es noch zwei Dutzend.

Die Nidwaldner Kleinseilbahnfreunde befürchten, dass in naher Zukunft mehrere Bahnen ihren Betrieb einstellen könnten. Es gebe immer strengere Vorschriften, die viel Administration und grosse Investitionen nach sich zögen.

Unterhalt und Betrieb der Bahnen sei enorm kostspielig, teilte der Verein anlässlich seiner Gründung mit. Es sei wichtig, dass die Bahnen Frequenzen hätten und Umsatz generierten.

Die Freunde der Kleinseilbahnen wollen deswegen die Bahnen vor allem damit unterstützen, indem sie diese nutzen. Der Mitgliederbeitrag von 50 Franken soll den Bahnen direkt zu Gute kommen. Mitglieder haben Anrecht auf eine Gratisfahrt pro Jahr.

Der Verein will nach eigenen Angaben aber auch einstehen, wenn eine Seilbahn in Schwierigkeiten steckt. Zudem will er den Seilbahnverband Nidwalden, dem die Seilbahnbetreiber angeschlossen sind, in seiner politischen Tätigkeit unterstützen.

Von den 300 Mitgliedern, die den Verein Freunde der Kleinseilbahnen tragen, stammt die Mehrheit aus Nidwalden. Die restlichen wohnen in erster Linie im Kanton Luzern. Doch auch aus der Westschweiz, Deutschland, Österreich und Dänemark hätten sich Personen für eine Mitgliedschaft angemeldet, teilte der Verein mit. (sda)


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