Nidwalden hat fünf neue Polizisten

STANS ⋅ Grosser Tag für fünf junge Polizeianwärter. Sie haben ihre Ausbildung abgeschlossen und sind am Freitag vereidigt worden. Jetzt gilt es, die hohen Erwartungen zu erfüllen.
04. Dezember 2017, 04:38

«Stolz, Freude und Erwartungen» glaubte die Nidwaldner Justiz- und Sicherheitsdirektorin Karin Kayser-Frutschi in den strahlenden Augen der fünf jungen Leute zu sehen, die am Freitagabend in der Kapuzinerkirche in Stans zu Polizisten vereidigt wurden. Die Regierungsrätin wies in ihrer Ansprache auf die anspruchsvolle Aufgabe der Polizei hin: «Auf der einen Seite verlangen wir Korrektheit, und auf der anderen Seite darf der gesunde Menschenverstand bei Entscheidungen auch nicht zu kurz kommen.» Wahrlich ein schwieriges Unterfangen.

Das sieht auch Jürg Wobmann, Kommandant der Kantonspolizei Nidwalden, so. «Ein Polizist steht im Schaufenster der Öffentlichkeit. Deshalb hat er Vorbildcharakter. Dazu braucht es innere Werte wie Respekt, Offenheit, Freundlichkeit, Mut und Toleranz», sagte er. Im Mittelpunkt der Feier standen eine Frau und vier Männer. Sie durften nach einer strengen Ausbildung in der Polizeischule Hitzkirch vor dem Polizeikorps und den vielen geladenen Gästen den Eid ablegen. Es sind dies: Jeanine Blättler (25), Philipp Flury (31), Adrian Ineichen (25), Marc Mosig (28) und Michael Odermatt (24). Künftig werden sie die Aufgaben als Verkehrs- und Sicherheitspolizisten im Kanton wahrnehmen.

Hohe Erwartungen an neue Polizisten

Gleichzeitig wurden auch noch Yvonne Bucher-Schmidlin, 33-jährig, und Pascal Christen, 38-jährig, vereidigt. Sie kommen aus einem anderen Kanton und werden künftig in der Einsatzzentrale arbeiten. Im Weiteren gab es eine Amtseinsetzung für Ruedi Schläpfer (36), zweiter stellvertretender Leiter Dienstabteilung Kommandodienst.

«Der Polizeiberuf ist sehr attraktiv und für viele nach wie vor ein Kindheitstraum. Auf eine Stelle haben wir im Durchschnitt zehn Bewerbungen und können die besten Leute rekrutieren», sagte der Kommandant der Kantonspolizei Nidwalden, Jürg Wobmann, im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Erwartungen an die jungen Ordnungshüter seien aber recht hoch. «Sie müssen Menschen mögen, lösungs- und dienstleistungsorientiert sein. Dazu kommen Eigenschaften wie Ehrlichkeit, Loyalität, Korrektheit, Respekt, Bescheidenheit, Humor und Fachkompetenz», betonte der Verantwortliche der Kantonspolizei. Erwartungen also, die ab sofort auch für die neuen Nidwaldner Polizisten gelten.

 

Sepp Odermatt

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch


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