Seit 29 Jahren rennen sie auf die Bannalp

BERGLAUF ⋅ Am Sonntag ist es wieder so weit: Der vierte von insgesamt zehn Zentralschweizer Bergläufen führt auf die Bannalp, ein landschaftliches Bijou von Nidwalden. Der «Bannalper» gehört dabei zu den anspruchsvollsten Läufen in der Region.
16. Juni 2017, 08:22

Kurt Liembd

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Noch ist nichts entschieden in der Gesamtwertung der Zentralschweizer Berglaufmeisterschaft 2017. Denn erst drei von insgesamt zehn Rennen sind ausgetragen. Der Bannalper Berglauf, der am Sonntag um 9.30 Uhr gestartet wird, ist mit 11 Kilometern Länge und 1180 Höhenmetern einer der anspruchsvollsten Bergläufe und daher vergleichbar mit dem Haldi-, Rigi-, Rugghubel- oder dem Stanserhornlauf.

Geht es nach dem Start im Zentrum von Wolfenschiessen den ersten Kilometer noch gemächlich auf der Hauptstrasse bergauf, kommt bald die erste anspruchsvolle Steigung im Wald. Nach dem Dorf Oberrickenbach folgt der steile und berüchtigte Anstieg nach Eggeligrat (1209 m), Firnhütt (1406 m) bis hinauf zum Bannalpsee (1600 m). Spätestens ab Eggeligrat beginnen bei weniger routinierten Läufern die Muskeln zu brennen. Doch beim Anblick des idyllischen Bannalpsees klingen auch diese Schmerzen wieder ab, und es folgt der letzte Kilometer leicht ansteigend bis zum Ziel beim Restaurant Urnerstaffel (1690 m).

Bereits zum 29. Mal findet das Rennen auf dieser Strecke statt. Und auch seit 29 Jahren ist Martin Gander OK-Mitglied, davon die letzten zwölf Jahre als OK-Präsident. «Wir haben ein eingespieltes Team, in dem jeder genau weiss, was er zu tun hat», sagt Gander. Nebst den OK-Mitgliedern stehen rund 70 freiwillige Helfer für Streckensicherung, Streckenmarkierung, Verpflegung, Gepäcktransport oder Zeitmessung im Einsatz.

Keine Schneefelder in diesem Jahr

«Wir erwarten wiederum rund 170 bis 200 Läufer und Nordic-Walker», sagt Martin Gander. Aus logistischen Gründen können nicht viele Teilnehmer starten wie beim Stanserhorn- oder Rigi-Berglauf, wo jeweils über 400 Aktive gemeldet sind. Denn beim «Bannalper» sind die Wege schon nach 1,5 Kilometern sehr eng, und auch der Gepäcktransport mit der kleinen Seilbahn stösst derzeit bereits an Grenzen. Vorteilhaft auf die Laufzeiten dürfte sich dieses Jahr auswirken, dass alle Wege frei von Schnee sind. Insbesondere unterhalb des Bannalpsees lagen in den letzten Jahren meistens noch grössere Schneefelder, die von den Läufern passiert werden mussten.

Nachmeldungen noch möglich

Am Start stehen wiederum zahlreiche Berglauf-Cracks, darunter auch drei Holländer, was dem Lauf einen Hauch von Internationalität verleiht. Mit dabei auch der 36-jährige Wolfenschiesser Christian Stebler, der Sieger 2015 und einer, der am Bannalper unzählige Male als Zweiter ins Ziel einlief. Organisator des Bannalper Berglaufs ist der Skiclub Bannalp-Wolfenschiessen. Deshalb fliesst ein allfälliger Reinerlös vollumfänglich in die Nachwuchsförderung dieses Vereins.

Der Start erfolgt um 9.30 Uhr beim Restaurant Eintracht. Kurzentschlossene Läufer und Nordic-Walker können sich bis eine Stunde vor dem Start nachmelden. Teilnahmeberechtigt ist jedermann, es braucht keine Lizenz. Dank Sponsoren beträgt das Startgeld nur 25 Franken (am Lauftag 30 Fr.). Als Geschenk erhalten alle eine Stirnlampe. Die Rückfahrt mit der Seilbahn ist im Startgeld inbegriffen.

Hinweis

Infos: www.bannalper-berglauf.ch


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