«Spitex immer wichtiger»

STANS ⋅ Nach zwei Jahren intensiver Arbeit wurde die Strategie der Spitex Nidwalden bis ins Jahr 2035 festgelegt. Diese soll nun in drei Etappen umgesetzt werden.
18. Mai 2017, 04:39

Birgit Scheidegger

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

 

«Die kurzfristige Strategie umfasst die Zeit bis 2020», erklärte Laleh Kiser, Präsidentin der Spitex Nidwalden, an der 35. Generalversammlung vom Dienstag in Stans. «Wir erwarten in dieser ersten Zeitspanne ein Wachstum bei den Leistungsstunden von 30 Prozent.» Deshalb sei es vor allem wichtig, die Personalknappheit zu bewältigen und die Versorgungslücken im Bereich Pflege zu schliessen. Im Weiteren gehe es in der ersten Phase um die Umsetzung des Demenz- und Palliative-Care-Konzepts des Kantons sowie die Finanzierung der Auflagen durch die Leistungsvereinbarung. «Die Massnahmen zu den einzelnen Zielen wurden konkretisiert, darunter die Intensivierung der Aus- und Weiterbildung, die Sicherstellung der Planungs- und Finanzierungsgrundlagen durch langfristige Vereinbarungen zwischen Spitex, Kanton und Gemeinden sowie die Einführung des Nachtpiketts», so Laleh Kiser in ihrem Jahresbericht.

«Neu sind wir auch im Eingangsbereich des Spitals mit einer Infostelle präsent», fuhr sie fort. Für die ganze Strategie bis 2035 wird ein Zuwachs der Leistungen und der Anzahl Mitarbeiter von über 100 Prozent erwartet. «Die Spitex Nidwalden wird sich also verdoppeln. Unser Ziel ist es deshalb, den Betrieb als Teil eines Gesundheitsnetzes zu verstehen, die Synergien sowie die Schnittstellen mit den restlichen Versorgern zu optimieren, damit eine einwandfreie Nachfrage­bewältigung möglich ist», unterstrich die Präsidentin im Jahresbericht. In Zahlen ausgedrückt wurde im letzten Jahr, einem Schaltjahr, an 366 Tagen gearbeitet – dabei legten die Mitarbeiter 278 186 Kilometer für die Kunden zurück. Die Jahresrechnung des Vereins schliesst mit einem Überschuss von 20 032 Franken, eine grosse Veränderung gegenüber dem Verlust im Vorjahr, wie Finanzchef Oscar Amstad betonte. «Das Fondsvermögen hat dagegen um 49 427 Franken abgenommen und beträgt per Ende 2016 noch 334 692 Franken.» Insgesamt wurden Unterstützungsbeiträge in Höhe von 102 214 Franken ausgerichtet. Die Mitgliederbeiträge werden nicht erhöht. Einzelmitglieder zahlen weiterhin 30, Kollektivmitglieder 200 Franken.

Wechsel im Vorstand

Oscar Amstad, Herbert Schild sowie Alois Steinegger traten von ihren Vorstandsämtern zurück. Neu gewählt wurden FDP-Landrätin Lilian Lauterburg, Kehrsiten, Betriebsökonom Peter Meyer aus Kriens sowie Hausärztin Mira Schüpfer und Rechtsanwalt Philipp Müller, beide Ennetbürgen. Für eine weitere Amtsdauer bestätigt wurden Petra Zelger sowie Präsidentin Laleh Kiser. «Die Zurückgetretenen haben sich alle intensiv und mit Herzblut für die Spitex Nidwalden eingesetzt und waren massgeblich am Erfolg und Aufbau beteiligt», wand Kiser den drei Männern ein Kränzchen. Geschäftsführer Walter Wyrsch überraschte den Vorstand – «dieses Mal gibt es keinen Kuchen» – mit einer frisch gebackenen Züpfe, von den Mitarbeitenden überreicht. Diese überraschten ihrerseits den Geschäftsführer ebenfalls mit einer Züpfe, lobenden Worten für sein allzeit offenes Ohr und seine Zeit, die er sich stets für sie nehme, sowie Standing Ovations. «Die Spitex übernimmt eine wichtige Funktion und wird in den kommenden Jahren noch wichtiger für die Gesellschaft», betonte Volker Zaugg, Vorsteher des kantonalen Gesundheitsamts, am Ende der Versammlung.


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