Stanserhorn grüsst als erste Tafel die Touristen

NIDWALDEN ⋅ Sie zeigen frohe Menschen aus Nidwalden und weisen auf touristische Anziehungspunkte hin. Am Montag wurde in Stansstad die erste der insgesamt acht touristischen Werbetafeln an der A2 montiert.
02. August 2017, 07:45

Pünktlich auf den Nationalfeiertag wurde in Stansstad die erste der acht touristischen Werbetafeln an der A2 montiert. Sie zeigt das Stanserhorn – dieses kommt aber nicht einfach nüchtern daher, sondern soll Emotionen vermitteln. Mit der Cabriobahn und einem fröhlichen Ranger sollen Touristen auf Nidwalden eingestimmt werden. Dies ganz im Sinne des Werbers Urs Bruno Schmid, der dazu meint: «Wir zeigen etwas, das der Tourist während der Autofahrt nicht entdecken kann – frohe Menschen als Sinnbild für die aufgestellten Nidwaldner und Nidwaldnerinnen.» Damit solle ein emotionaler Zugang zur Region entstehen, so Urs Bruno Schmid vom Hergiswiler Werbebüro «Berggasthof zum Glück». Ob diese Emotionen auch wirklich so rüberkommen, ist bislang noch nicht bekannt. «Wir haben von Automobilisten bis jetzt erst eine einzige Reaktion erhalten, und zwar eine positive», sagte Projektleiter Philipp Zumbühl von der Nidwaldner Volkswirtschaftsdirektion, kurz nachdem die erste Tafel montiert war. Weitere Reaktionen werden aber sicher folgen, sorgten die Tafeln doch bereits im Vorfeld für angeregte Diskussionen. An die Adresse von kritischen Geistern sei gesagt, dass die Tafeln in der Realität anders wirken als auf einem Blatt Papier. Denn erstens haben sie eine stattliche Fläche von fast 16 Quadratmetern (4,5 mal 3,5 Meter), und zum Zweiten stehen sie eingebettet in die Umgebung. So sieht man in Stansstad im Hintergrund der Tafel das Stanserhorn live in voller Grösse.

Die Montagekosten übernimmt der Kanton

Die Montage verlief problemlos. Dazu Max Fischer von der zuständigen Firma Signal AG in Root: «Da die Zufahrt ideal ist und die Fundamente schon vorhanden waren, konnte die gesamte Montage in weniger als drei Stunden erledigt werden.» Aufwendiger werde es dann bei den weiteren Tafeln, so Fischer. Diese folgen ab Mitte August und seien mit aufwendigeren Vorbereitungs- und Installationsarbeiten verbunden. Vorgesehen sind zwei Willkommenstafeln an den Grenzen zu Nidwalden (Nord und Süd) und sechs Hinweistafeln auf Regionen wie Stanserhorn, Klewenalp, Bürgenstock, Hergiswil am See oder Engelbergertal. Lobende Worte findet Projektleiter Philipp Zumbühl für die Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Strassen (Astra) und mit dem Kanton Nidwalden. Die Montagekosten betragen rund 200 000 Franken und werden vom Kanton übernommen. An den Gestaltungskosten von rund 27 000 Franken beteiligen sich die auf den Tafeln erwähnten Tourismusregionen.

Kurt Liembd

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch


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