Statt Lehrmittel gibt’s Downloads

VOLKSSCHULE NIDWALDEN ⋅ Dank guter Zusammenarbeit zwischen dem Amt für Volksschulen und Sport sowie dem Nidwaldner Museum können Schüler der heimatlichen Geschichte direkt begegnen.
27. Dezember 2017, 09:59

Sepp Odermatt

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Die Einführung des Lehrplans 21 an der Volksschule ist auch im Kanton Nidwalden in vollem Gang. Einen besonderen Fokus legt der Regierungsrat und das Amt für Volksschulen und Sport auf die Regionalgeschichte des Kantons. In Zusammenarbeit mit dem Nidwaldner Museum hat es eine Auswahl von Fachthemen zur Kantonsgeschichte Nidwaldens für den Einsatz im Schulbetrieb erarbeitet. Den Lehrpersonen stehen Dossiers mit hochstehenden Bild- und Textmaterialien für die Unterrichtsplanung zur Verfügung. So wird etwa das Alltagsleben im Nidwalden des 14. Jahrhunderts (Spätmittelalter) oder die Tourismusgeschichte des 19./20. Jahrhunderts beleuchtet. Bereiche, die aktuell und spannend sind und mit etwas Neugier vor der eigenen Haustür zu finden sind.

Heimat ist Ausgangspunkt für Blick in die weite Welt

Patrick Meier, Vorsteher des Amtes für Volksschulen und Sport, erklärt den Grund dieses Projektes: «Der Lehrplan 21 ist für die ganze Schweiz erstellt worden. Es liegt nun an den Kantonen, ihre heimatkundlichen Themen in den Fokus zu nehmen. Einzelne, unter ihnen auch der Kanton Obwalden, haben eigene Lehrmittel dazu erstellt. Darauf haben wir verzichtet und bieten mit unseren Dossiers, die gratis heruntergeladen werden können und öffentlich sind, eine gute und kostengünstige Lösung an.» Zwar seien die Lehrpersonen nicht verpflichtet, mit den vorliegenden Unterrichtsmitteln zu arbeiten, doch zum Erreichen der vorgegebenen Ziele und Kompetenzen seien diese Unterlagen natürlich vorteilhaft. Verbunden mit einem Besuch im Museum, das als Lernort sehr geeignet sei, würden die Schüler auch viele wertvolle ­Eindrücke bekommen, betont Patrick Meier. So könnten die ­Jugendlichen von der fünften Klasse bis hinauf in die Orientierungsschule ihre eigene Heimat als Ausgangspunkt festlegen und den Blick in die historische Welt ausserhalb Nidwaldens richten.

«In naher Zukunft werden auch geografische Themen Nidwaldens genauer unter die Lupe genommen. Dabei entstehen ebenfalls nützliche und hilfreiche Unterlagen für einen interes­santen Unterricht», sagt Patrick Meier, Vorsteher des Amtes für Volksschulen und Sport.

Hinweis

Weitere Informationen unter:

www.zebis.ch/dossier/geschichte-des-kantons-nidwalden


Leserkommentare

Anzeige: