Telefontrick: Falsche Polizisten wollen an die Kontodaten von Rentnern

NIDWALDEN ⋅ Gleich sechs Pernsonen haben sich am Mitwoch bei der Polizei gemeldet, nachdem sie obskure Telefonanrufe erhalten haben.
11. Oktober 2017, 19:10

Die sechs älteren Personen berichteten übereinstimmend, dass sie von unbekannten männlichen oder weiblichen Personen angerufen worden seien. Diese hätten sich als Polizisten ausgegeben und – teilweise in schlechtem Hochdeutsch – mit einer abenteuerlichen Geschichte versucht, an die Bankkontodaten der Rentner zu kommen. Das sei ihnen bisher nicht gelungen, hält die Kantonspolizei in einer Medienmitteilung fest.

Vor rund einem Jahr wurde mit dem gleichen Vorgehen eine Nidwaldner Rentnerin Opfer
solcher Trickbetrüger. Der Polizei ist es deshalb ein Anliegen, dass nicht erneut Leute auf den Trick hereinfallen. Sie ruft dazu auf, misstrauisch gegenüber Personen zu sein, die sich am Telefon als vermeintliche Polizisten, Verwandte oder Bekannte ausgeben. Die Kantonspolizei verlange von den Bürgern niemals Geld über einen Telefonanruf oder dergleichen und weise sie auch nicht an, Banküberweisungen oder Bargeldzahlungen durchzuführen.

Zudem mahnt die Polizei, unbekannten Personen keine Informationen zu familiären oder finanziellen Verhältnissen zu geben, auch nicht über das Internet. Nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen soll man mit Familienangehörigen, Vertrauenspersonen oder der örtlichen Polizeistelle Rücksprache nehmen.

Auch soll man niemals Bargeld und/oder andere Wertsachen an unbekannte Personen übergeben. Wenn einem ein Anrufer verdächtig vorkomme, solle man sofort die Polizei informieren, heisst es in der Mitteilung weiter.

red

Anzeige: