Viel Können an der urchigen Chilbi

ENNETMOOS ⋅ Zahlreiche Formationen boten an der «urchigen Chilbi» Volksmusik vom Feinsten. Eine Gastformation widmete sich der legendären Ennetmooser Huismuisig.
07. November 2017, 08:03

Mit herrlichen Volksmusikklängen bildete der Volksmusikverein den Höhepunkt und auch den Schlusspunkt der urchigen Chilbi am Samstag in Ennetmoos. Mit dem Titel «Abschied von d’r Achereggbrugg» von Karl Barmettler verabschiedete sich die Grossformation vom Volksmusikverein Ennetmoos nach einem eindrücklichen Konzertabend. Insgesamt 19 Musikanten – die meisten mit Schwyzerörgeli – und vier Bassisten zeigten mit ihrer sauberen und präzisen Spielweise ihr Können.

Eröffnet wurde der Konzertreigen von der Jungformation Rund ums Stanserhorn, eine Gruppe von acht jungen Schwyzerörgeli-Spielern der Musikschule Stans. Unter der Leitung von Ruedi Bircher interpretierten sie Tänze der ehemaligen Ennetmooser Huismuisig. Treffend gelang dies auch der Gastformation mit Bruno und Ueli Odermatt. Instrumentiert mit Violine und Schwyzerörgeli und André Kayser am Bass liessen die Musikanten die Ennetmooser Huismuisig und Komponist Leo Barmettler aufleben. Bruno Odermatt, der beim Orchesterverein Nidwalden und einem klassischen Quartett mitwirkt, hatte eigens Ennetmooser Tänze einstudiert.

Davor und danach präsentierten sich Formationen wie ­Ennetmooser-Gruess, Bärg-Echo Zingel-Gruess. Sie sorgten mit ihren urchigen Klängen für eine tolle Stimmung in der Mehrzweckhalle. Dazwischen ein humoristischer Jodelauftritt von Philipp Gut und Armin Murer. Gemeindepräsident Peter Scheuber führte mit viel Witz und ­Humor durch den Abend.

Die Katze blieb im Sack

Grossen Gefallen fanden auch die Vorträge des Handorgelduos Bucher-Stöckli. Sie bildeten einen Kontrast zu der urchig geprägten Chilbi. Wer kennt ihn nicht, den Volksmusikhit «Em Sepp sey Chatz», der im Radio rauf und runter gespielt wird? Doch das Handorgelduo Wilti-Gruess, welches diesen Hit landete, wollte die Katze nicht aus dem Sack lassen. Die Zuhörer müssen sich das Stück weiterhin im Radio anhören.

Die beiden Waadtländer Gottlieb Gabriel und sein 72-jähriger Kollege Jacques Bertholet, die sich einen Ausflug nach Stans gönnten, wollten sich ihre Lieblingsformation, das Trio St. Jakob, nicht entgehen lassen. Dafür liefen sie zu Fuss von Stans nach St. Jakob. «Wir kennen das Trio St. Jakob seit Jahren. Sie spielen jeden Sommer im Haute Nendaz», sagte der 76-jährige Gottlieb Gabriel.

Richard Greuter

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch


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