Wegweisendes Spiel für Stans

FUSSBALL ⋅ Nach einem Superstart konnte der FC Stans (2. Liga regional) in den letzten drei Partien nicht mehr gewinnen. Der Match gegen den Luzerner SC wird aufzeigen, in welche Richtung der Weg der Nidwaldner geht.
06. Oktober 2017, 08:34

Besser hätte der Start in die neue Saison für den FC Stans nicht ausfallen können. Nach fünf Runden und mit elf Punkten auf dem Konto grüsste die Truppe um Trainer Toni Durrer gar als Tabellenleader in der auf 14 Teams aufgestockten 2. Liga regional. Und der Stanser Trainer werweisste damals: «Die Bilanz ist sicher erfreulich. Ich weiss aber noch nicht genau, wo meine Mannschaft steht.» Dann folgte mit der Niederlage gegen den FC Schattdorf (1:2), dem 2:2-Unentschieden gegen den FC Willisau und in der letzten Runde die 1:3-Niederlage gegen den FC Gunzwil ein Einbruch. Der Fall von der Leaderposition auf den 5. Rang ist die Folge.

Wie weit haben diese drei letzten Partien mit nur einem Punktgewinn Trainer Toni Durrer die Augen geöffnet? Für den im Ausland weilenden Cheftrainer gibt Assistenztrainer Rocco Perrone die Antwort. «Unser Saisonziel ist ein Rang unter den ersten fünf. Auch nach acht gespielten Runden bleibt dieses Ziel realistisch. Doch um aus der leichten Baisse herauszukommen, müssen wir an der fehlenden Konstanz arbeiten.» Ein Beispiel gefällig: Da holte der FC Stans gegen den Aufstiegsfavorit FC Willisau einen 0:2-Rückstand noch zum 2:2-Remis auf. Dann schieden die Stanser ein paar Tage später im IFV-Cup gegen den FC Ruswil (3. Liga) mit 2:3 sang- und klanglos aus. «Dieser Auftritt war total frustrierend», meinte Rocco Perrone zu diesem Negativerlebnis. Der seit Jahren mit Toni Durrer die «gleiche Sprache sprechende» Assistenztrainer Rocco Perrone sieht noch einen weiteren Grund, weshalb es dem FC Stans an einem konstanten Auftreten mangelt. «Wegen der vielen verletzten Spieler konnten wir praktisch nie in der gleichen Auf­stellung antreten.» Und ergänzt weiter: «Wenn bei uns alles zusammenpasst, liegt gegen jeden Gegner ein Sieg drin. Aber wenn die Mannschaft weniger als hundert Prozent auf den Platz bringt, können wir auch gegen jede Mannschaft verlieren.»

Gegen Aufsteiger LSC mit einer sicheren Abwehr

Rocco Perrone steckt die Marschroute für den nächsten Match gegen den Aufsteiger Luzerner SC klar ab: «Von unseren Spielern erwarte ich eine topseriöse Einstellung. Und zwar über den ganzen Match. Auch wegen der zu erwartenden schwierigen Terrainverhältnisse wird der Erfolg oder Misserfolg über den Kampf entschieden. Meine Spieler müssen deshalb dahin gehen, wo es weh tut.»

Der Stadtluzerner Aufsteiger ist in der 2. Liga regional gut angekommen und überraschte positiv. Der Luzerner SC liegt gegenwärtig auf dem 3. Rang und eroberte 15 Punkte. Der LSC unter Trainer Pren Spaqi präsentiert ein spielstarkes und ein vor allem offensiv effizientes Team (24 Tore). Der letzte 8:2-Sieg gegen den FC Malters unterstreicht diese Stärke. Deshalb wird beim FC Stans auch die Taktik angepasst: «Den Fokus in diesem für uns wegweisenden Match legen wir auf eine sichere Abwehr», gibt Rocco Perrone die Marschroute bekannt.

Der Match gegen den Luzerner SC (Samstag, 18 Uhr, Eichli) wird für die Stanser zu einer echten Bewährungsprobe. Gewinnen die Nidwaldner gegen den Aufsteiger, darf sich Stans (12 Punkte) weiter nach vorne orientieren. Kassiert man hingegen eine weitere Niederlage, ist ein Rutsch «in unsichere Gegenden» programmiert.

 

Ruedi Vollenwyder

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Hinweis

2. Liga regional. 9. Runde: Stans – Luzerner SC (Samstag 18.00, Eichli).


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