«Wir sind wie eine grosse Familie»

ENNETMOOS ⋅ Vor 25 Jahren wurde das Senioren-Team gegründet, welches Ausflüge und Veranstaltungen anbietet. Das Jubiläum wurde mit einem Fest und einem Rückblick gefeiert.
01. Dezember 2017, 07:58

Birgit Scheidegger

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Der erste Seniorenausflug fand im September 1992 statt und ging nach Studen bei Biel. Seitdem gab es in 25 Jahren nicht nur viele Reisli, sondern auch Spielnachmittage, Theaterbesuche oder gemeinsame Mittagstische. Der älteren Generation ab 60 Jahren sollten damit eine paar gesellige Stunden geboten werden, an denen sie sich austauschen können und Freundschaften pflegen.

«Ich schätze die Arbeit und die Begeisterung des Senioren-Teams, und der älteren Generation machen die Anlässe sichtbar Freude», drückte es Pater Adolf Schmitter aus. Er kommt regelmässig vorbei, knipst Fotos oder hilft beim jährlichen Lotto-Match. Pfarreileiter Markus Blöse erklärt: «Unser Leitmotiv ist ‹Kirche lebt, Kirche bewegt›, und genau das Gleiche ist hier bei den Senioren der Fall. Inzwischen ‹trauen› sich sogar jüngere Senioren zu den Anlässen»

«Es kommt sehr viel Wertschätzung zurück»

Dass diese Arbeit, die alle ehrenamtlich leisten, Freude bereitet, bestätigen die beiden Team- Mitglieder Lydia Christen und Rosly Liem-Abegg. Sie sind seit drei beziehungsweise 16 Jahren dabei und spüren vor allem die Dankbarkeit der Senioren. «Mir selber und anderen etwas Nettes tun bringt mir Zufriedenheit, und es kommt sehr viel Wertschätzung zurück», so Lydia Christen.

Als das Senioren-Team vor 25 Jahren gegründet wurde, war es nicht anders, und doch hat sich viel verändert, wie Gründungsmitglied Josy Hochstrasser betont. «In der Generation hat sich etwas geändert, heute kommen schon Frauen und Männer ab 60 Jahren zu den Anlässen.» Ihr Mann Christoph nickt zustimmend. «Ich finde, es ist eine lobenswerte Sache. Es fördert die Gesellschaft und den Zusammenhalt in der Gemeinde.»

Auch Edith Tobler, die 16 Jahre im Team mitgeholfen hat, und Elisabeth Walker, die zehn Jahre dabei war, haben die Arbeit in guter Erinnerung. «Je mehr man sich einsetzt, umso mehr Wertschätzung kommt zurück. Egal, ob von den Senioren oder vom Team.» Es sei schön, mit so vielen Mitgliedern zu feiern, sagte Rosly Liem in einer kurzen Ansprache. Einige seien schon 25 Jahre dabei, aber es gäbe auch immer wieder neue Gesichter. Sie dankte allen, die sich in irgend­einer Art und Weise für das Senioren-Team einsetzen oder eingesetzt haben. «Wir sind hier alle wie eine grosse Familie», unterstrich Josy Barmettler. Rosli von Holzen gab ihr Recht. «Ich schätze die Gesellschaft, die Unterhaltung und die Abwechslung. Deshalb bin ich auch seit 25 Jahren bei den Anlässen dabei.»

Freude teilen und manchmal auch gegenseitig klagen

Gedanken austauschen, Freundschaften schliessen, Freude teilen und manchmal auch etwas gegenseitig klagen. So sehen Franz Nussbaumer und Werner Amstutz, die beide vor kurzem den 85. Geburtstag im gleichen Monat feierten, die Anlässe. «Ein grosses Anliegen sind mir die freiwilligen Mitarbeiter», unterstrich Brigitte Stocker von der Pro Senectute Nidwalden. «Die Frauen leisten viel Arbeit.» Auch Rosalie Barmettler vom Gemeinderat Ennetmoos dankte im Namen der Gemeinde für den grossen Einsatz. «Die grosse Anzahl der Senioren zeigt, dass das Angebot hier geschätzt wird.»

Zwischen Dankesworten, kurzen Ansprachen sowie einer Powerpoint-Präsentation über die letzte Reise unterhielt Jost Käslin aus Beckenried die Se­nioren nicht nur musikalisch, sondern drückte mit Witzen ordentlich auf die Tränendrüsen. Finanziell unterstützt wird das Senioren-Team unter anderem von der Gemeinde und der Pro Senectute Nidwalden. Daneben gibt es immer wieder Spenden.


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