Bei Seerettungen gilt Verursacher­prinzip

NIDWALDEN ⋅ Die zwei Segler, die am Montag von der Wasserpolizei aus Seenot befreit wurden, müssen die Rettung selber berappen.

Die beiden erfahrenen Luzerner Segler, die am Montag bei starkem Wind mit ihrem selbst gebauten Trimaran zwischen Stansstad und Kastanienbaum kenterten, mussten die Hilfe der Wasserpolizei in Anspruch nehmen. Diese richtete das Sportgerät wieder auf und zog es mit der Besatzung in den Hafen nach Luzern.

Laut Ruedi von Matt, Chef der Nidwaldner Seepolizei haben sie sich nicht strafbar gemacht, obwohl sie trotz Starkwindwarnung auf dem See unterwegs waren. Segeln ist bei keiner der beiden Warnstufen grundsätzlich verboten. Zudem könne man ihr Handeln nicht als fahrlässig bezeichnen, meint Ruedi von Matt.

«Das ist einfach dumm gelaufen, die beiden sind erfahrene Segler und verstehen ihr Handwerk gut genug, um mit diesen Windverhältnissen umzugehen.» Hingegen müssen sie die Kosten für die Rettungsaktion der Polizei, die wohl einige hundert Franken betragen könnten, selber tragen.

Philipp Unterschütz


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