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Die Kamera ersetzt im Kanal das Auge

STANS ⋅ Das Kanalnetz muss auf Herz und Nieren geprüft werden, um undichte Stellen aufzuspüren. Bei unzugänglichen Stellen übernehmen Kamera und Roboter.

Über 35 Kilometer lang ist das Kanalnetz von Stans. Hier fliesst einerseits das Abwasser von über 8000 Einwohnern und rund 260 Unternehmen in die Abwasserreinigungsanlage. Anderseits wird das Regenwasser von den Strassen abgeleitet. Der Zustand der Leitungen muss regelmässig überprüft werden. Viele Schächte haben aber nur einen Durchmesser von 30 bis 40 Zentimetern. Eine Begehung ist damit ausgeschlossen. Hier kommt die Technik zu Hilfe. Kanalfernsehen heisst das Zauberwort. Techniker führen Kameras über oberirdische Schachtzugänge ins Kanalisationssystem ein. Wie ein Arzt mit einem Endoskop untersuchen die Techniker mit der Kamera den Zustand der Wasserleitungen. Zentimeter für Zentimeter betrachten sie die Wände und spüren so allfällige Risse und undichte Stellen auf. Kleinere Defekte erledigt später der Roboter einer Spezialfirma, indem er die undichten Stellen der Betonrohre versiegelt.

 

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