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Die Marktforscher verlassen Nidwalden

HERGISWIL ⋅ Das Markt­forschungsinstitut GfK sucht einen neuen Standort. Ein Grund für den Wegzug ist die schlechtere Anbindung an den öffentlichen Verkehr.

Der Wegzug aus Hergiswil erfolge primär aus drei Gründen, teilte die Firma gestern mit. Die derzeit drei Gebäude der GfK sind teilweise sanierungsbedürftig. Eine wirtschaftliche Lösung liess sich nicht finden. Ein weiterer Grund für den Wegzug: «Das Schwergewicht unserer Arbeit verlagert sich je länger je mehr von der Datenerhebung zur Interpretation von Daten, die bei unseren Kunden schon vorhanden sind», erklärt GfK-Sprecher Lukas Häusermann. Es habe sich zunehmend schwieriger gestaltet, für diese neuen Aufgaben qualifizierte Mitarbeiter für den Standort Hergiswil zu begeistern.

Als dritten Grund für den Wegzug führt GfK die Schliessung der S-Bahn-Haltestelle Matt der Zentralbahn auf Ende 2013 an. Die Erreichbarkeit mit dem ÖV habe sich verschlechtert», sagt Häusermann.

Auf der Suche nach einem neuen Hauptsitz verhandelt die Firma mit den Bauherrschaften von 3 Objekten an Zentralschweizer Standorten. Davon befinden sich zwei im Kanton Luzern, einer im Kanton Zug.

Martin Uebelhart

 

 

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Leserkommentare (5)
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    geschrieben am 24.02.2015 20:36

    Nicht nur die Firma GFK leidet unter der "grandiosen" Fahrplanumstellung, sondern auch wir Stansstader. So dürfen wir jetzt z.T. ausserhalb der Hauptverkehrszeit in Luzern fast eine halbe Stunde auf Anschlüsse warten(Basel, Bern, Beromünster, Ruswil/Neuenkirch). Deshalb benutze ich lieber das Auto und stelle dieses an einem Bahnhof mit besseren Verbindungen an!

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    geschrieben am 09.02.2015 22:04

    Dass dieses Nidwalder Vorzeigeunternehmen seit dem Weggang des genialen Elmar Wohlgensinger unter Deutscher Führung immer weniger Personen beschäftigt, und nun auf Weisung aus dem Headquarter von Eigentum auf Miete wechseln muss, wird dem Leser natürlich nicht mitgeteilt. Lieber nimmt man die Zentralbahn und die schlecht ausgebildeten Zentralschweizer Arbeitnehmer als Sündenbock. Nachdem der letzte Schweizer die Geschäftsleitung letztes Jahr verlassen hat, sollte sich das Unternehmen lieber die Frage stellen, wieso das Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten so erfolgreich war. Vielleicht würde der Geschäftsleitung aus dem grossen Kanton das Eingehen auf Schweizer Spezialitäten, wie Mehrsprachigkeit und spezielle Schweizer Marktstrukteren, besser anstehen als das Klagen über ÖV und ungebildete Innerschweizer. Swiss Made hat noch seine Qualitäten.

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    geschrieben am 08.02.2015 12:15

    Was alle Einwohner des Mattquartiers erdulden müssen, hat nun eines der grössten Arbeitgebers von Hergiswil dazu bewogen abzuwandern.
    Das ist nun die Antwort auf den 1/4-Stundentakt. Dieser wurde von den Verantwortlichen extra für die Hergiswiler durchgedrückt. Nur, kaum ein Hergiswiler wollte diesen haben.
    Ökologisch ist die ÖV-Lösung in Hergiswil der grösste Schwachsinn seit der Erfindung des Ottomotors. Da die Batterien des Hybridbuses nicht genügend aufgeladen werden können, bleibt dieser sogar stecken.
    Jeder Einwohner von Hergiswil Matt welcher in der Aglo Luzern arbeitet, ist gezwungen das Auto für den Arbeitsweg zu benutzen. Als Beispiel benötige ich für den Weg mit den ÖV von Hergiswil Matt nach Bhf Buchrain 1 Stunde und 10 Minuten. In nur 5 Minuten mehr wäre ich von Stans (Wohnort des CEO ZB) in Zürich HB...
    Geschätzte Regierungen, geschätzte ZB-Verantwortliche, die Zeit zum Handeln ist nun definitiv gekommen. Gebt uns Mattbewohner eine akzeptable ÖV-Anbindung zurück!

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    geschrieben am 06.02.2015 05:59

    Da sieht man wieder einmal ganz deutlich, wie notwendig die Anbindung an ein ÖV-Netz ist. Diese Firma hat es erfasst und zieht nun die Konsequenzen daraus. Was weiter auffällt ist, dass kein qualifiziertes Personal mehr gefunden wird. Ist die Ausbildungslage wirklich so schlecht?

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    geschrieben am 06.02.2015 12:36
    als Antwort auf das Posting von LeO-Friedl Paierl, Lamphun am 06.02.2015 05:59

    Bei einem kurzen Blick in die Webseite von GfK Schweiz stelle ich fest, dass diese Firma zwar Lehrstellen anbietet, jedoch nicht in Berufen ihrer Kernkompetenz. Ob die gesuchten Praktikanten dann bei GfK eine Anstellung bekommen, lässt sich auf die Schnelle nicht feststellen. Ich meine doch, dass nicht die Ausbildungslange schlecht ist, sondern dass die "eierlegende Wollmilchsau", wie sie GfK gerne hätte, nicht einfach so verfügbar ist bzw. diese Personen sind eben äusserst gefragt auf dem Arbeitsmarkt.

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